Podcast-Folge #9 und #10
KI trifft Literatur – Eine Branche zwischen Leselust und Algorithmus
Was passiert, wenn Technologie auf Poesie trifft?
In dieser Folge von Unternehmer Impulse spricht Dennis Kahl mit Karsten Strack, Gründer und Verleger des Lektora Verlags, über die Zukunft des Verlagswesens, die Rolle von Künstlicher Intelligenz und innovative Geschäftsmodelle im Buchmarkt.
Was Euch erwartet
Als einer der führenden Impulsgeber der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene teilt Karsten Strack über 30 Jahre Erfahrung in Literaturproduktion, Verlagsführung und Künstlerförderung.
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Art, wie wir schreiben, veröffentlichen und Literatur erleben? Wir beleuchten praxisnah, wie KI im Verlagswesen eingesetzt werden kann – vom Schreibprozess und Plotting über Lektorat, Covergestaltung bis hin zu Marketing und Vertriebsstrategien. Dabei erfahren Unternehmer:innen, Self-Publisher und unabhängige Verlage, wie Künstliche Intelligenz Effizienz steigert, Ressourcen spart und neue Marktchancen eröffnet.
„Das Urheberrecht ist die wirtschaftliche Existenzgrundlage für Autoren und Verlage und ein Grundpfeiler für den kulturelle Vielfalt unserer Gesellschaft.“

Karsten Strack diskutiert außerdem die wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte: Urheberrecht, kulturelle Verantwortung und die Balance zwischen kreativer Originalität und unternehmerischer Strategie.
Neben den Chancen von KI besprechen wir, wie Social-Media-Phänomene wie BookTok den Buchmarkt aufmischen, Big-Data-Analysen für Marktprognosen genutzt werden können und wie Technologie kreative und wirtschaftliche Prozesse miteinander verbindet.
Für Unternehmer:innen, Gründer:innen und alle, die die Transformation im Buchmarkt, Self-Publishing und innovative Verlagsstrategien verstehen wollen, liefert diese Folge wertvolle Impulse für Wachstum, Innovation und nachhaltige Entscheidungen.
Jetzt reinhören und entdecken, wie KI die Zukunft von Literatur, Verlagen und Buchmarkt verändert – zwischen Kreativität, Strategie und Business.
Darum solltest du reinhören
Du erfährst…
- …wie BookTok den Buchmarkt verändert
- …welche Rolle KI in Verlagen & Buchmarkt spielt
- …weshalb Ki kreative Prozesse verändert
- …warum rechtliche Grauzonen auf wirtschaftliche Realitäten trifft
Kapitel
Im Podcast werden diese Themen rund um KI im Verlagswesen behandelt:
- Kreativität & KI-Unterstützung
- Wirtschaftliche Perspektive & Marktanalyse
- Neue Formen der Literatur & Leser-Erlebnisse
- Menschliche Originalität & kulturelle Verantwortung
Veröffentlichung: 31.12.2025
Länge: 46:26 Minuten
Zielgruppe: Gründer, Verlags- und Literaturprofis, Unternehmer, Selbstständige
Reinhören lohnt sich
Lerne von den Besten: In unseren „Deep Dive” – Interviews kommen jene Unternehmer:Innen zu Wort, von denen man sich eine Scheibe abschneiden könnte! Sie lassen dich hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zu Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen.
Als Unternehmensberater spricht Dennis Kahl mit Unternehmern und Experten, die eine Vision haben und diese umsetzen. In seinem Podcast Unternehmer Impulse befragt er Vordenker und Macher, Hoffnungsträger und Idealisten.
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Transscription
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Wir haben zwar vielleicht eine ganz bisschen vergleichbare Geschichte mit Kraftwerk gehabt und das schon vor vielen Jahren. Mensch, Maschine damals, die haben das ja auch stark thematisiert und das schon, wenn wir nicht alles täuschen in den 70er Jahren, das ist ein ewiges Menschheitsthema. Das ist schon ein Thema der Antike.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Unternehmer Impulse. Heute freue ich mich ganz besonders, denn mein heutiger Gast war tatsächlich der allererste Gesprächspartner in der ersten Folge dieses Podcasts. Seitdem ist viel passiert, in der Welt, in der Literatur und vielleicht auch ein bisschen in uns selbst.
Er fasziniert, steckt an, belustigt klug, Karsten Strack. Manch einer nennt ihn einen sympathischen Schnacker, mit Hang zum Brachialreim, doch in erster Linie ist Karsten künstlerischer Leiter des Literaturbüros OWL, Verleger des Lektora-Verlags und damit auch so etwas wie der Architekt der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene. Denn mit der Lektora hat er den weltweit größten Verlag für Poetry-Slam aufgebaut und damit einen wichtigen Beitrag zur modernen Literaturkultur geleistet.
Wir sprechen heute über den Wandel im Verlagswesen, über künstliche Intelligenz in der Literatur und über neue Wege, Geschichten zu erzählen. Hallo und herzlich willkommen zurück, Karsten.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Ja, hallo, Dennis. Ich freue mich, dass ich hier sein darf.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Ja, schön, dass du wieder da bist. Wir sprechen ja heute über ein Thema, das im Spagat zwischen Kultur und Business nicht größer sein könnte.
Du arbeitest ja seit Jahrzehnten professionell mit Sprache und das ja nicht nur auf der Bühne oder im Buch. Hat sich für dich eigentlich irgendwann der Blick darauf verändert? Also ist Sprache für dich heute noch in erster Linie Ausdruck künstlerischer Identität oder inzwischen auch ein unternehmerisches Werkzeug?
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Ich glaube, das ist mittlerweile wirklich schon seit einigen Jahren zweigleisig. Auf der einen Seite ist es tatsächlich immer noch Ausdruck künstlerischer Kreativität. Und ganz ehrlich, ich würde das jetzt noch nicht mal nur beschränken auf Leute, die sich in dem Business mit Sprache beschäftigen.
Aber ich glaube schon, dass auch in der alltäglichen Wahrnehmung von Sprache, im alltäglichen Umgang, auch in der alltäglichen Kommunikation, ob das jetzt bei der Bäckerei Fachangestellten ist im Dialog oder ob das in wissenschaftlichen Kontexten ist. Ich glaube schon, dass Sprache immer künstlerische Kreativität implementiert hat. Das glaube ich immer.
Und für mich ist es dann halt eben durch die professionelle Beschäftigung damit dann so eine zweigleisige Angelegenheit geworden. Auf der einen Seite bin ich dann eben auch selbst als Künstler manchmal tätig, allerdings gar nicht so häufig, wie man dann vielleicht vermuten kann, sondern ich sitze eigentlich auch gerne auf der anderen Seite und kümmere mich um den Bereich des Literaturmanagements. Und da ist natürlich Kommunikation, also Sprache, auf vielfältigen anderen Ebenen außerhalb der künstlerisch Kreativen wichtig, weil da geht es natürlich um Marketingsprech, da geht es natürlich um Netzwerkkommunikation und da sind wir natürlich in einer vollen Breite dann mit Sprache befasst.
Und ich glaube, mein Blick hat sich in der Form gewandelt, dass ich immer noch der Meinung bin, dass eine bodenständige Sprache, die sich anderen verständlich macht, eigentlich der zentrale Schlüssel ist für eine gute Kommunikation.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Ja, absolut.
Manchmal holen einen ja die eigenen Prognosen schneller ein als einem Lieb ist.
In unserem letzten Gespräch vor drei Jahren hast du ja eine Entwicklung im Verlagswesen skizziert, also beschleunigt durch Digitalisierung und soziale Medien und diesen Wandel ziemlich klar benannt. Lass uns doch vielleicht mal kurz gemeinsam reinhören.
„…Ich würde nur empfehlen, Verlag zu machen. Allerdings, jetzt wird spannend, wir befinden uns in einem ganz massiven Strukturwandel. Viele Leute haben das noch gar nicht so gerafft. Der Strukturwandel im Verlagswesen ist krass so.
Dadurch, dass halt eben mittlerweile immer mehr Self-Publishing-Tools angeboten werden, noch immer mehr Self-Publishing auch erfolgreich läuft und so, haben wir einen viel stärkeren Legitimationsdruck als noch vor…“
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Neben all den Veränderungen ist Lektora ja auch kürzlich erneut ausgezeichnet worden. Ich glaube, zum zweiten Mal, ja doch, ich meine zum zweiten Mal, habt ihr den deutschen Verlagspreis auf der Frankfurter Buchmesse erhalten.
Also erstmal herzlichen Glückwunsch dazu.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Ja, vielen Dank.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Mich würde mal interessieren, wie wird das Thema Künstliche Intelligenz eigentlich auf solchen Branchentreffen diskutiert?
Also ist das schon ein ernstzunehmender Schwerpunkt oder schon Alltag geworden, getreu dem Motto schönes Wetter da draußen?
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Also KI, schönes Wetter da draußen glaube ich in der Buchbranche noch nicht, aber zentrales Thema. Durchaus zentrales Thema.
Da nicht unbedingt so auf diesen Branchenmeetings. Ich glaube eher in den Gesprächen, die dann so bilateral erfolgen. Wenn man so mit Menschen sich wirklich in Ruhe unterhält aus der Branche und das Thema ist bei der letzten Buchmesse einfach wahnsinnig aufgeploppt zum Beispiel.
Also bei der 25er Buchmesse war das ein Riesenthema, weil auch es eigene Foren gab dafür. Erstmalig eigene Foren, die wirklich unglaublich stark frequentiert waren. Und das ist natürlich schon so ein Punkt.
Ich glaube auch, dass sich auch die Verlagswelt, überhaupt diese ganze Literatur-Business-Nummer, die spaltet sich aber auch noch wie in der Breitengesellschaft. Eigentlich sind es zwei Lager. Die einen wollen das Thema aussitzen, so wie damals Menschen, die das Internet aussitzen wollten.
Nach dem Motto, das setzt sich ja sowieso nicht durch. Und die anderen, die halt eben sagen, naja, ich muss mich zumindest mal damit befassen, ob ich das jetzt selbst für meine eigenen Prozesse schnell implementiere oder nicht. Das ist gar nicht so entscheidend.
Aber ich glaube, der entscheidende Faktor ist, sich damit zu befassen. Und das tun mittlerweile sehr, sehr viele. Also diese Gruppe der Menschen, die das aussitzen bei uns in der Branche, die ist äußerst gering.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Damit sind wir ja schon mitten in einer der emotionalsten Punkte der Debatte. Das heißt, wenn von generativer KI die Rede ist, spaltet sich die Gesellschaft ja oft in zwei Lager. Das heißt, die einen sehen kreative Chancen, die anderen den Verlust menschlicher Magie.
Wie siehst du das eigentlich selbst? Also glaubst du, KI kann das kreative Schreiben sinnvoll unterstützen oder droht hier tatsächlich eine Entzauberung der Literatur?
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Also der vielbeschworene Untergang des Abendlandes.
Das ist ja die hauptsächliche Diskussion, wenn es um das künstlerische Individuum geht. Ich sehe das Ganze völlig differenziert. Also aus eigener Erfahrung weiß ich, dass tatsächlich die KI in der Lage ist, künstlerische Prozesse zu unterstützen.
Das weiß ich. Das weiß ich aber auch von vielen anderen Menschen. Ich habe im Mai dieses Jahres einen Vortrag gehalten.
Nein, das war gar kein Vortrag, sondern das war so ein Panel, wo es um das Thema KI in der Literaturproduktion ging und in der literarischen Produktion. Dort war der allgemeine Tenor von den erfahrenen Menschen, dass die zum Beispiel die KI tatsächlich verwenden, um sich beim Plotten helfen zu lassen. Wenn du jetzt einen Roman schreibst und hast dann tatsächlich 300, 400, 500 Seiten zu verwalten, dann ist es gar nicht so schlecht, wenn du so deine ersten Skizzen gemacht hast.
Die machst du natürlich im Regelfall alles komplett selbst. Also das lässt du dir nicht von der KI irgendwie, lässt du dir nicht die Geschichte vorschreiben, sondern die hast du schon selbst im Kopf. Aber wenn es dann darum geht, Mensch, wie sieht es denn aus mit einem stimmigen Plot?
Kannst du nicht mal eine Szene für mich planen oder so, KI? Das ist üblich. Also das machen mittlerweile einige.
Ich weiß auch, dass mittlerweile einige Leute sich ganze Bücher mit der KI schreiben lassen und das überhaupt nicht als Unterstützung nehmen. Das wiederum finde ich natürlich unredlich. Das ist einfach vor dem Hintergrund von urheberrechtlichen Fragestellungen auch total problematisch.
Also etwas anderes wäre, ich weiß nicht, ob wir jetzt zu sehr in die Tiefe einsteigen, aber etwas anderes wäre für mich, was ist denn jetzt der theoretische Fall, wenn ich jetzt zum Beispiel so eine Enterprise-Lösung habe im KI-Bereich. Das heißt, ich habe ein hermetisch abgeregeltes System.
Ich füttere meine KI selbst, aber nur mit meinen eigenen Gedanken, die natürlich zugegebenermaßen immer auch Dinge aufgreifen, die eigenen Gedanken, die andere Menschen schon gedacht haben, gesagt haben und so weiter. Also den Antwort zu haben auf Originalität, jetzt mal ganz ehrlich, machen wir es uns vor, seit wie vielen Jahrtausenden wird mittlerweile Kultur gemacht und Literatur gemacht? Also das alles, was du so denkst und Geschichten, die du erfindest, dass die nur gibt, weil du sie erfindest, ist ja totaler Blödsinn.
Aber nehmen wir mal an, du speist alles aus deinem eigenen Hirn, den Fundus, den du in deinem Hirn hast und lässt dir dann vor dem Hintergrund dieses Fundus einen Roman schreiben. Ist das dann Urheberrechtsverletzung? Nee, sehe ich absolut nicht.
Also da muss man dann, das ist dann so ein Grenzpunkt und ich weiß, dass diese Enterprise-Systeme mittlerweile ja schon vielfältig in anderen Branchen der Industrie zum Beispiel vorliegen und das ist für mich ehrlich gesagt ein super spannender Bereich. Ich glaube, dass wir vor so einem Hintergrund die Diskussion individuelle Kunst, was ist überhaupt der individuell schaffende kreative Künstler und was ist er nicht, dann nochmal neu führen können. So wie es im Moment läuft, ist es natürlich tatsächlich eher eine ganz schäbige Geschichte, das muss man auch einfach mal sagen, dass du im Prinzip die Skills von anderen Menschen abschöpfst und dir da irgendwie ein Ding schreiben lässt und dann wird dann noch ein, also wenn das größere Verlage machen, ich will das jetzt nie meinem Konkret unterstellen, aber ich gehe davon aus, dass es schon größere Verlage gibt, die so vorgehen, die dann einfach das passende Gesicht für diesen Text brauchen in der Autorschaft und dann einfach ein sehr gutes Lektorat darüber laufen lassen und fertig ist der Fantasy-Roman.
Entschuldigung, ich bin jetzt ein bisschen böse, weil ich sehr sicher weiß, dass das im Fantasy-Bereich mittlerweile schon eine Rolle spielt.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Genau an diesem Punkt lässt sich ja die rechtliche Dimension kaum ausblenden, aber Schreiben besteht ja aus unzähligen kleinen Entscheidungen, das heißt Ton, Perspektive, Wortwahl. Wie weit sollte man denn jetzt die KI an diesen Denkprozessen eigentlich teilhaben lassen?
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Ja, das ist genau eben die Fragestellung. Die ist so groß, diese Fragestellung, dass ich da natürlich auch nur einen Ausschnitt präsentieren kann, und zwar aus meiner eigenen Perspektive heraus. Also, was ich zum Beispiel absolut unproblematisch für mein eigenes Ding finde, ist, wenn ich selbst eine Entscheidung treffe und gebe Dinge von mir im Netz frei, dann weiß ich nach aktuellem Stand, dass es eine Wahrscheinlichkeit gibt, dass davon Teile verwendet werden, um eine KI zu schulen.
Also jetzt nicht unbedingt bei mir, das ist ja ein Prozess, der random läuft. Du weißt ja nicht, ob deine Sachen da irgendwo eingehen oder irgendwas anderes. Legt ja auch keiner offen, wie das gemacht wird, logischerweise, weil es ja im Moment, die Firmen wissen ja alle, dass sie einfach schamlosen Copyright Verletzung begehen.
Das wissen die ja alle. Also Open AI, mal ganz ehrlich, das ist Copyright Verletzung vor dem Herrn. Wird nicht sanktioniert bisher.
Muss man sehen, ob es irgendwann mal sanktioniert wird. Aber im Moment ist es so. Das heißt, in dem Moment, wo ich Sachen öffentlich stelle, kann es ja sein, dass Teile von mir da irgendwie eingehen.
In dem Moment, wo ich mich dann auch entscheide, Dinge zu veröffentlichen im Netz oder wie auch immer, in dem Moment gehe ich quasi diesen Deal ein. Das ist zwar ungerecht, aber ich weiß, dass ich diesen Deal eingehe. Nur muss ich jetzt nicht blauäugig an die Sache reingehen.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Aber müsste dann nicht mit einer wachsenden Anzahl der Teilnehmer dann auch entsprechend die Lernkurve hochgehen?
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Der Klassiker ist ja, warum ist zum Beispiel Chat GPT im Moment noch nicht so richtig in der Lage, einen richtig geilen Roman zu schreiben. Warum?
Weil natürlich die Datenmenge, die da drin ist, die ist ja relativ ungefiltert. Und wie sagte früher unser Tontechniker, als ich noch Musik gemacht habe, wenn wir beim Soundcheck waren und irgendjemand sagte, boah, das klingt aber irgendwie nicht cool, dann sagte er, wenn Scheiße reingeht, kommt auch Scheiße raus. Du hast einfach ganz viel Müll da drin, ganz viel redundante Frühlingsgedichte, was weiß ich so.
Und das geht natürlich auch ein, ebenso wie komplexere, coolere Sachen oder wie auch immer. Das heißt, ich muss ja sowieso so eine KI auch anfassen, damit daraus was einigermaßen Gescheites wird. Also ich kann einmal ein Beispiel nennen.
Ich habe ja vor kurzem meinen ersten Regionalkrimi veröffentlicht und ich habe den schon 2018 fertig gehabt. Bis auf fünf Kapitel und eine gründliche Überarbeitung. Und dann habe ich aber aus unterschiedlichen Gründen da nicht mehr weiter dran arbeiten können.
Das ging eben nicht so richtig. Und dann habe ich mal, um mal eine Schreib-KI zu testen, also eine literarische Schreib-KI, habe ich mal den ganzen Stoff, den ich schon hatte, also alle Kapitel, habe ich da mal reingeladen und habe dann gesagt, schreibt mir doch mal darauf aufbauend das nächste Kapitel und das Kapitel träge ich den Namen so und so. So, und dann hat die KI da irgendwie so eine, da hatte ich mir irgendwie 600 Zeichen ausgespuckt, da habe ich das gelesen und habe gedacht, boah, das ist mal richtig schlecht.
Die hat doch meinen ganzen Roman schon eingelesen, der ist ja fast fertig und schafft es überhaupt nicht, meinen Stil, den ich dort drin habe, irgendeiner Weise aufzugreifen. Also bin ich null, da war nichts drin von dem, was ich irgendwo an meinem Schreiben vorher wiedererkannt habe. Aber sehr wohl war sie für mich, die KI, dann Strukturhelfer.
Da ist es auch völlig legitim. Für mich ist es einfach nur so ein Sparringspartnerspiel gewesen. Ein bekannter von mir Filmkomponist und Rechtsanwalt Matthias Hornstuhl, der würde durchdrehen, also der dreht durch, wenn ich sage, die KI ist Sparringspartner.
Die KI ist gar nicht, sie ist kein Sparringspartner, die KI ist einfach ein Urheberrechtsverletzungstool und das ist die KI. Aber soweit würde ich da nicht gehen. Also das sehe ich persönlich viel entspannter.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Lass uns mal die Perspektive wechseln, also vom Schreiben jetzt zum Verkaufen. KIs können ja heute erstaunlich präzise vorhersagen, wie gut sich ein Buch verkauft. Also mit Trefferquoten von, ich glaube sogar bis zu 95%.
Für ein bereits gedrucktes Buch könnte ich mir das Tool auch gut vorstellen. Das heißt, ein Buch aus dem Bestand, da sagt dir die KI dann jetzt ja, das solltest du an der und der Bahnhofsbuchhandlung anbieten. Ich könnte mir das aber auch gut vorstellen, dass wenn du ein Manuskript zugeschickt bekommst, dass man jetzt zum Beispiel dieses Manuskript durch die KI jagt und sagt, hey, wir lassen uns das erstmal durchlaufen, gucken uns an, wie erfolgreich das sein wird.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Also tatsächlich diese Thematik, ich kenne diese Thematik, bin aber dort noch gar nicht so weit. In dem Bereich bin ich selbst noch gar nicht so weit. Also ich nutze im Moment diese Tools noch nicht, werde mich da aber im nächsten Jahr mit beschäftigen.
Aber warum beschäftige ich mich da noch nicht sofort mit? Kann ich erklären. Weil es ja nicht so einfach ist für einen independent Verlag aufgrund doch einer gewissen Beschränktheit der Reichweite und der Vertriebswege da relevante Zahlen rauszukriegen, weil Kommissar Zufall bei uns noch eine viel größere Rolle spielt, als zum Beispiel bei einem großen Publikumsverlag.
Also wenn jetzt irgendjemand von uns aus dem Verlag ein Manuskript durch so ein Tool laufen lassen würde und dann würde meinetwegen das Tool sagen, boah, voll der Kracher, der absolute Burner, wenn du das auf den und den Vertriebswegen platzierst, dann verkaufst du das Ding hunderttausendmal. Dann würde ich sagen, okay, dann ist es für mich an der Zeit, dass jemand anderem zu empfehlen, also einem anderen Verlag. Weil wir dieses Potenzial niemals ausschöpfen könnten.
Das ist einfach der Faktor eines kleineren Verlags, denn wir haben ja schon eine gewisse Reichweite, aber eben in gewissen Szenen. Da sind wir einfach weit von entfernt. Deswegen glaube ich, ist ein solches Tool für uns im Moment noch gar nicht so relevant, weil wir müssten dieses Tool ja anpassen auf unsere Reichweiten oder unsere Reichweiten einfach so drastisch erhöhen, dass solche Tools für uns laufen.
Und das ist dann wiederum eine Frage des Kostenansatzes. Wenn ich jetzt in einem Verlag bin mit einem Jahresumsatz bei uns, da kann ich ja drüber sprechen, sind das so um die 250.000, 300.000 Euro. Es ist wenig.
Das ist sehr, sehr wenig. Mit diesem Budget machen wir halt eben trotzdem 10, 12 Bücher jedes Jahr, machen ein paar Workshops bei Kulturveranstaltungen. Daraus speist sich das dann.
Aber dann ist das natürlich nicht vergleichbar mit irgendwie Random House oder so, die dann irgendwie mit einer ihrer etwas größeren Verlage, die sie in ihrem Portfolio haben, halt eben das mit unfassbaren Zahlen multipliziert vor sich haben. Das ist ja für uns alles gar nicht möglich. So eine Rückseite des Spiegel Magazins zu buchen wäre für uns der sofortige Verlust jeglicher Liquidität.
Ja, absolut. Aber jetzt kann ich ja mal aus der Perspektive, kann mich ja mal in die Perspektive eines größeren Verlagshauses reinversetzen. Warum sollte ich solche Tools nicht nutzen?
Denn tatsächlich ist es Business. Wir reden hier über Business. Der ganze Kulturaspekt hin oder her, aber wir reden über Business.
Die Verlagssparte, wenn du dir die Tageszeitungsverlage noch dazu nimmst und die ganzen nachgelagerten Produktionsunternehmen und so und vorgelagerten Produktionsunternehmen und Vertriebsunternehmen und so, hat der einen viel höheren Umsatzimpact als zum Beispiel die gesamte Musikindustrie in Deutschland. Also das muss man einfach mal klar sehen. Also wesentlich weniger Impact als die Automobilindustrie, aber erheblich mehr Impact als die Musikindustrie.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Ein anderes Beispiel für die Macht der Algorithmen ist ja Booktalk. Also ein Phänomen, das den Buchmarkt regelrecht aufmischt. Inzwischen gibt es ja in Buchhandlungen eigene Tische mit Booktalk-Bestsellern und Sticker mit Empfohlen von Booktalk pragen auf den Neuerscheinungen.
Also gefühlt entscheidet ja so ein Algorithmus, welches Buch erfolgreich wird. Führt das nicht zur Spotifyisierung des Buchmarktes oder öffnet das sogar neue Nischen und Chancen für Vielfalt? Ich kann eins dazu sagen.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Ich kann wirklich sagen, herzlich willkommen in der größten Medienrevolution, die die Menschheit jemals erlebt hat. So, herzlich willkommen. Und das ist vollkommen richtig und gut.
Also ich finde Booktalk grundsätzlich total gut, weil Booktalk Literatur stärkt. Es stärkt total Literatur. So insbesondere junge Menschen, die sich ja hauptsächlich bei TikTok irgendwo finden lassen, für die ist das einfach eine geile Präsentationsform, um ihre eigenen Leidenschaft für Literatur zu performen.
Das ist doch total geil. Also ganz ehrlich, wir reden alle darüber, dass die Lesefähigkeit nachlässt und das Rezeptionsverhalten ja es bald nicht mehr zulässt, dass Romane, die einigermaßen überhobene Sprache haben, halt eben noch rezipiert werden können. Und da zeigen doch immer wieder ganz ganz viele dieser BooktalkerInnen zeigen doch, ne, die können komplexe Literatur wirklich analysieren, besprechen.
Die können auch ihre Leidenschaft zeigen, weil es sind ja im Regelfall bei Booktalk ja nicht diese klassischen Rezensionen, die halt vorgelesen irgendwo 10 Minuten oder 15 Minuten dauern würden, sondern das sind ja häufig sehr sehr kurze Formate, wo jemand ein Buch in die Kamera hält und sagt, boah, das finde ich richtig geil und warum finde ich es geil und dann ploppen irgendwie so 5 Tagets auf oder sowas und dann gibt es auch kleinen Einspieler, wie du halt eben mit deiner besten Freundin dieses Buch zusammen auf der Couch liest oder so und das ist natürlich eine absolut adäquate, zeitgeistgerechte Präsentationsform von Literatur. Das mag ich. Die habe ich große Sympathien für.
Und natürlich ist dann TikTok auch ein ganz wichtiges Feld geworden, ebenso wie Instagram und auch Facebook immer noch für Verlage, aber weißt du, was mit Abstand immer noch der größte Treiber für Verkäufe ist? YouTube. Oh, das hätte ich jetzt in deiner Branche nicht gedacht.
Ja, das würde man noch nicht erwarten, aber YouTube ist der größte Treiber, tatsächlich. Warum? Weil die Leute, die zu YouTube gehen, die wissen genau, was sie da kriegen.
Und zwar kriegen sie Filme.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Lass uns mal gerne an dieser Stelle das Bild ein wenig größer aufspannen. Verlage sitzen ja quasi auf enormen Datenschätzen, also Manuskripte, Rezensionen, Metadaten.
Und in den USA verkaufen ja Verlage wie Wiley genau diese Inhalte auch bereits für Millionen Beträger an KI-Firmen. Wie bewertest du das? Ist das clever oder der Anfang vom Ausverkauf des eigenen Tafelsilbers?
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Boah, das ist echt so eine absolute Gretchenfrage, glaube ich, gerade im Moment. Wir haben, glaube ich, im Moment absolut die Schwierigkeit, dass wir noch nicht wissen, wo die Reise genau hingehen wird. Wenn es korrekte Bezahlmodelle gibt, von denen dann auch die AutorInnen profitieren, dann finde ich das ehrlich gesagt alles gar nicht so schlimm.
Denn wir werden ja ohnehin diese technischen Möglichkeiten nicht mehr aufhalten. Also das werden wir a. nicht können und b. auch, glaube ich, gar nicht wollen. Weil im Endeffekt ja so eine beherrschte KI in vielerlei Gesellschaftsfeldern sehr viele Vorteile mit sich bringt. Nachteile natürlich auch immer so, aber ich glaube nicht, dass wir Bock haben auf z.B. die KI in der Medizin zu verzichten. Ich glaube, da hat ehrlich gesagt keiner Bock drauf. So richtig? So.
Und natürlich kann es auch gut sein, meiner Ansicht nach, wenn Sprache, wenn auch Sprachwissen, wenn Sprachperformance irgendwo im… Warum sollte das nicht in einen kollektiven Datenpool eingehen? Geht ja jetzt auch schon in einen kollektiven Datenpool ein, in dem Moment, wo wir uns auf der Straße unterhalten.
Also das finde ich erstmal grundsätzlich nicht so problematisch. Die Frage ist, dient es dann dazu, dass halt eben Dinge politisch missbraucht werden oder so? Das ist ja eine Fragestellung.
Nehmen wir mal den Fall an, du hast einen extremistischen Autor, der naja, vielleicht gar nicht extremistisch ist, aber der sich, sagen wir mal, am rechten oder linken Rand bewegt. Mit dem, was er schreibt. Und jetzt hast du sozusagen, war der bei einem kleinen Verlag, war gar nicht so großartig auf dem Radar, jetzt wird das irgendwie verkauft, so auch unter anderem seine Daten.
Ja, und dann wird das plötzlich justiziabel oder so, weil eine andere Regierung, eine andere Gesetzgebung und so weiter. Da wird es dann natürlich problematisch. Da bewegen wir uns einfach im Bereich des Gläsern, wo wir vielleicht nicht hinwollen.
Das ist so für mich ein Ding. Das andere Ding ist, ich glaube ganz einfach, dass wir uns irgendwie entscheiden müssen, so ein bisschen, ob wir das Individuum noch weiterhin feiern wollen oder eben nicht. Also das Individuum feiern bin ich ein großer Fan von, denn wenn wir das Individuum nicht mehr feiern, feiern wir uns selbst ja nicht.
Wir haben zwar vielleicht ein ganz bisschen vergleichbare Geschichte mit Kraftwerk gehabt und das schon vor vielen Jahren. Mensch, Maschine damals, die haben das ja auch stark thematisiert und das schon, wenn mir nicht alles täuscht in den 70er Jahren, das ist ein ewiges Menschheitsthema. Das ist schon ein Thema der Antike.
Also mindestens da, das weiß ich. Ja, ich glaube aber, dass wir uns eigentlich im Moment noch sehr für das menschliche Individuum entscheiden. Und deswegen glaube ich, haben wir jetzt zumindest auf absehbare Zeit noch keine völlige Entwertung individueller künstlerischer Leistung oder individueller Schöpfungsleistung, welcher Art auch immer.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Wow, das war ein spannender Auftakt. Aber die Geschichte ist hier natürlich noch lange nicht zu Ende erzählt. Vielleicht ist es an der Zeit, sich einen Kaffee oder Tee zu holen und sich etwas zurückzulehnen.
Denn das Beste kommt erst noch. In der nächsten Episode werfen wir einen genaueren Blick auf den Verlag der Zukunft. Schauen, wie sich Veränderungen nicht nur in Verträgen, sondern auch im Erscheinungsbild von Büchern zeigen.
Und ob KI vielleicht sogar eine ganz neue literarische Bewegung auslösen kann. Wenn du also wissen willst, wie sich Kreativität und Technologie wirklich begegnen, dann sei unbedingt mit dabei.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Ich glaube, so etwas, das heißt die Repräsentanz wird breiter werden und du wirst das in dieser Kombination auch denken. Das heißt, die Verlage werden wahrscheinlich eher Medienproduktionsstätten werden, kann ich mir vorstellen. Oder sie verlegen immer noch, aber diese Medienproduktionsstätten organisieren diese Bücher.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Herzlich willkommen zurück zu Unternehmerimpulse. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Im ersten Teil unserer Episode haben wir über Sprache, Literatur und die Rolle von KI im Verlagswesen gesprochen.
Jetzt steigen wir wieder tiefer ein. Wie verändert KI nicht nur Texte, sondern ganze Bücher oder Leseerlebnisse? Welche Jobs geraten unter Umständen ins Wanken, welche Chancen entstehen und was bleibt eigentlich den Menschen, wenn Maschinen immer besser werden?
Mein Gast Carsten nimmt uns mal wieder mit hinter die Kulissen und zeigt, wie Literatur und Kreativität in einer Welt funktionieren, in der Technologie immer präsenter wird. Los geht’s. Karsten, wenn man sich das gerade so anschaut, dann passiert im Hintergrund ja unglaublich viel.
Also das ist ja schon ein großer Bereich, wo KI dann auch unter der Haube im Büchermarkt stattfindet. Und da gibt es natürlich auch Menschen, deren Jobs in einem bestimmten Ausmaß davon bedroht sind. Wenn wir das jetzt auf den Literatur- und Kreativbereich übertragen, wie realistisch ist es deiner Meinung nach, dass KI nicht nur assistiert, sondern tatsächlich qualitativ mithalten kann?
Bei Texten, bei Covern, bei ganzen Büchern. Und was macht das dann mit dem Markt? Also was für die Gestaltung von Covern gilt, gilt auch für die literarische Performance von KI-Modellen.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Das wird ja alles rasend schnell viel, viel besser. Also zu glauben, dass eine KI nicht irgendwie spätestens in einem Jahr, anderthalb Jahren oder in zwei Jahren oder vielleicht auch in einem halben Jahr in der Lage ist, einen richtig geilen Roman zu schreiben. Ja, warum denn nicht?
Und ebenso habe ich mittlerweile schon KI-unterstützt generierte Cover gesehen, die wirklich geil aussehen. Also ganz ehrlich, ich glaube, dass dort auch… Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich würde super nervös werden, wenn ich jetzt Grafikdesigner wäre.
Ich würde super nervös werden. Ich würde auch super nervös werden, wenn ich Werbetexter wäre. Ich glaube, die KI wird den Markt bereinigen.
Das ist genauso wie überall, wo Automatisierungsprozesse eine Rolle spielen. Es geht nur, wenn du dann neue Wertschöpfungsketten generierst und neue Kapazitäten aufmachst, die du bedienen kannst. Also diese Geschichte mit zum Beispiel das Ding mit dem Werbetexter.
Es ist ja so, dass aktuell die Werbeagenturen die KI nutzen, um schneller zu sein. Die sind einfach schneller. Die lassen sich dann Slogans vorschlagen oder so und arbeiten dann an den Slogans und müssen nicht mehr vielleicht von vornherein alles nochmal neu denken.
Da wird es ja schon schneller gehen. Jetzt könnte man ja sagen, ja ist ja geil, wenn ich schneller sowas produziere, dann kann ich ja auch mehr produzieren und dementsprechend ist der Markt ja für alle wieder gleich. Ist aber nicht so, weil es nicht so viele Unternehmen gibt, die dann so viel Werbesprech brauchen.
Das ist ja auch genau die Frage, wenn wir jetzt zum Beispiel bestimmte Industrien schließen. Sagen wir mal, die Automobilindustrie, der Standort Deutschland, verliert weiter an Bedeutung. Das ist ja im Moment so ein Szenario, was viel diskutiert ist.
Jetzt kannst du natürlich sagen, oh ja, das fange ich auf durch Automatisierungsprozesse und so. Und dann werden wir wieder besser. Ja, aber Automatisierungsprozesse bedeuten dann auch erst mal wieder, dass nicht mehr ganz so viele Leute in der einfachen Produktion der Sachen benötigt werden.
So, jetzt musst du für die Leute wieder neue Kapazitäten und neue Ressourcen suchen. Dann kannst du ja sagen, okay, dadurch werden wir aber wieder so gut, dass wir noch viel, viel größere Standorte bauen und dann haben die alle wieder Arbeit. Relativ unrealistisch, aber könnte passieren.
Da rede ich nicht nur für den Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern für viele andere. Nun bin ich überhaupt kein Ökonom. Aber diese Beobachtung, warum ich das überhaupt erzähle und so einen großen Schwenk mache, ist, weil ich das schon ganz gut in diesem Sprachbereich beurteilen kann und auch im Bereich der Literaturproduktion, der Literaturvermarktung und so weiter.
Der Kuchen wird nicht größer. Der Kuchen wird einfach nicht größer. Und wenn ich jetzt schneller produzieren kann, wenn ich jetzt noch mehr produziere auf dem Markt, dann wird der Markt sich bereinigen.
Das bedeutet übrigens nicht zwangsläufig, dass ein großes Independent Verlag sterben existieren wird. Das kann man da überhaupt gar nicht mit in Zusammenhang bringen, sondern ich glaube, dass es im Bereich der großen und mittleren Verlage noch eine viel stärkere Zentralisierung geben wird. Dann lass uns da mal kurz stehen bleiben.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Wir haben jetzt viel über KI im Verlagswesen gesprochen, über große Struktur und Zentralisierung und darüber, dass der Markt nicht größer wird. Wenn der Markt sich also eher verdichtet und nicht wächst, dann stellt sich ja für mich automatisch eine ganz andere praktische Frage. Wo liegt bei kleineren Verlagen hier eigentlich der Hebel?
Ist es für dich die kreative Seite, Texte, Ideen, Gestaltung? Oder ist es am Ende die wirtschaftliche Dimension, also schneller werden, Prozesse vereinfachen, Verwaltungsaufwand reduzieren? Gerade kleinere Verlage oder Selbstpublisher haben zwar oft weniger Kapital, aber dafür auch deutlich mehr Beweglichkeit und Flexibilität.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Ja voll, also beides. Ich blicke da ganz pragmatisch drauf. Ich sage das so.
Ich kann aus der eigenen Erfahrung sagen, ganz ehrlich, wenn ich einen Briefing-Text schreibe, der irgendwie zwei Seiten lang ist, für irgendwelche Informationstexte für Mitarbeitende oder was weiß ich auch immer. Wieso soll ich denn diese zwei Seiten, wieso soll ich die denn von Grund auf denken und schreiben? So, dann kriege ich da was raus.
Und wenn ich das dann überarbeite und auf meine Sachen anpasse, bin ich schneller, als wenn ich das Ding von A bis Z denke und schreibe. Ebenso machen wir uns nichts vor. Wenn ich einen Förderantrag schreibe.
Wir wissen alle, dass es ein gewisses Fördermittelsprech gibt. Da gibt es mittlerweile die KI, ganz viele Leute scheinen offensichtlich die KI darum zu bitten, mal einen Entwurf zu machen für einen Fördermittelantrag. Und das merkt man auch.
Dementsprechend werden die besser. So, ich kann jetzt nicht sagen, dass ich dann so etwas 1 zu 1 nehme oder so in keinster Weise, aber ich kann mir doch tatsächlich mal was vorschreiben lassen und dann überarbeite ich das gründlich. Dann ist damit auch gedient.
Ich mache das natürlich nicht, weil ich glaube, man darf das auch gar nicht so machen gerade, ohne das auszuweisen. Aber es ist ehrlich gesagt ergibt Sinn. Für den internen Gebrauch mache ich ganz, ganz viele Sachen mittlerweile, dass ich es mir mit der KI vorschreiben lasse, weil es einfach schneller geht.
So, das ist schon mal das Erste. Das Zweite ist, wenn wir uns jetzt mal andere Dinge angucken, als einfach nur literarischen Produktionen, Informationstexte etc. Was für mich als Unternehmer total spannend ist, ist KI-Tools zu nehmen, die meine Verwaltungsabläufe beschleunigen und mir Arbeit ganz konkret abnehmen.
Das spart mir wahrscheinlich im Monat eine Stunde Arbeit. Vielleicht sogar vier. Wenn wir das mal weiter aufziehen.
KI übernimmt inzwischen knappen Texte, Keywords, sogar Preisoptimierung. Trotzdem hört man ja oft das Argument, dass man am Ende den Text eh nochmal komplett anfassen müsste. Wie siehst du das?
Kann eine KI Texte überhaupt sinnvoll redigieren? Funktioniert es überhaupt schon reibungslos? Ja, sau gut.
Funktioniert jetzt schon total gut. Ich mache es im Moment nur für Korrektur, also für die Abschlusskorrektur oder für eine Anfangskorrektur, jage ich das mal durch so ein Programm. Und schwupps, hast du halt eben reine Rechtschreibfehler von 90% weniger da drin.
Das heißt aber bei uns nicht, dass wir den Korrekturleser nicht mehr haben, sondern bei uns heißt das, dass wir uns die 100 Euro gönnen, um eine höhere Produktionsqualität zu erreichen. Weil bei 100 Euro ist das total gut. Und jetzt habe ich natürlich das Ding, ich habe jetzt natürlich ungeahnte Chancen im Self-Publishing zum Beispiel.
Du bist jetzt Autor und kannst keine Kommasetzung. Ja komm, ganz ehrlich, also dass dir die KI die richtigen Kommata setzt, zumindest in 19 von 20 Fällen, das ist überhaupt kein Thema mehr heute. Das kann Chezchi Pitti, das ist ja total easy.
So, musst du dir gar keine Gedanken mehr drüber machen.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Glaubst du denn, dass KI vielleicht sogar zu einer neuen literarischen Bewegung führen könnte? Also ähnlich wie früher die Stem-Szene?
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Das weiß ich nicht, ob ähnlich wie Poetry-Slam-Bewegung, aber die Repräsentanz von Literatur wird vielfältiger sein und die einzelnen Kanäle werden zusammenkommen. Es gibt ja schon seit Jahren diese Bestrebungen, dass man sagt, naja, warum laufen E-Books in Deutschland nicht so richtig gut? 5% circa Marktanteil, wieso laufen die hier nicht so gut?
Ja, warum laufen die hier nicht so gut? Vielfältige Gründe. Der erste Grund ist, wir haben hier einfach immer noch ein geiles Netz an stationärem Buchhandel.
Wir haben einfach total viele Buchhandlungen in Deutschland. Da sind wir, glaube ich, einzigartig. Ich glaube, in Relation gibt es nirgendwo so eine Buchhandelsdichte wie in Deutschland.
Das spielt natürlich eine Rolle. Dementsprechend ist es ja auch cool, in so einen Buchladen zu gehen, dort rumzustöbern, mal ein bisschen zu gucken, gegebenenfalls die Mitarbeitenden mal zu fragen, hey, habt ihr eine Empfehlung? Meine Mama wird 80 morgen.
Ich brauche noch ein schnelles Geschenk. Wie sieht es denn da aus? Kann ich natürlich auch irgendwo machen im Netz und kann auch die Frage stellen, meine Mama hat morgen 80.
Geburtstag. Was für ein Buch soll ich ihr kaufen? Und dann kommen gleich 20 Amazon-Treffer.
Ist auch klar, kann man machen. Aber das ist der eine Grund. Der zweite Grund ist, die Haptik des Buches ist immer noch etwas, was die Leute lieben.
Haptik, Geruch, so etwas. Auch diese Pose. Irgendwo im Park zu sitzen mit einem fetten Schinken.
So in der Frühlingssonne. Weißt du, so angenehm. 20 Grad, hast du schon wieder eine kleine Mütze auf, weil in den 20 Grad in der Sonne ist eigentlich doch schon 23 Grad.
So lange kannst du in der Hitze, also in der Hitze nicht, aber in der Sonne dann nicht lesen, aber so Stündchen da schön sitzen und lesen. Vielleicht hast du noch ein nettes Getränk dabei oder so, diese Pose. Das ist einmal mit Entspannung verbunden und so weiter.
So, jetzt könnte man natürlich aber auch sagen, die E-Books werden deswegen nicht so stark gelesen, weil sie schöpfen ja ihr Potenzial gar nicht aus. So ein E-Book hat ja noch ein ganz anderes Potenzial. Du könntest ja zum Beispiel Audiodateien da reinpacken.
Du kannst filmische Komponenten da reinpacken und so. Und da gab es auch schon Bestrebungen, da gab es auch Leute, die das schon gemacht haben und so. Aber der Aufwand, auch der finanzielle Aufwand und zeitlicher Aufwand rechtfertigte nicht im Ansatz diesen Aufwand, weil wie teuer willst du dann so ein E-Book verkaufen?
Da wäre es jetzt aber natürlich durch die neuen Produktionsmöglichkeiten, durch die KI auch ein bisschen spannender. So, den Aufwand, wie ich ihn vor zehn Jahren betreiben musste, um da so eine Hörwelt zu implementieren, so eine Filmwelt zu implementieren, das ist ja was ganz anderes. Wenn ich mir angucke, was für Möglichkeiten professionelle Schnitttools und Audioproduktionstools schon haben.
Die sind ja gar nicht mehr teuer im Einkauf. Du kannst ja heute schon wirklich mit veritablen Wortstimmen kannst du schon Texte einsprechen lassen. Da brauchst du keinen Schauspieler mehr für, ehrlich gesagt.
Das heißt, das wird spannend. Ich glaube, dass es spannend sein kann, wenn du zum Beispiel das Buch wirklich als haptisches Erlebnis hast und hast aber tatsächlich, jetzt mal ganz einfach gesprochen, so Barcodes, die da irgendwie im Buch sind und wenn du die dann antriggerst mit deinem Smartphone, dann kommt plötzlich ein Sound, dann kommt plötzlich das Geräusch, wie du durch den Park gehst oder was weiß ich. Du hast vielleicht eine kleine Filmsequenz, vielleicht sogar im Fantasyroman eine AR-Sequenz.
Du kannst ja mittlerweile Augmented Reality übers Handy sehen. Das ist nicht das Gleiche, als wenn du die Brille hast, aber es geht schon in die Richtung. Eine stärkere Herstellung von Nähe, von Autor zum Publikum total anbieten würde.
Definitiv. Der Autor, der eine kleine Grußbotschaft hat für die Leute in seiner Community, was er sonst über Insta abspielen würde vielleicht oder über TikTok oder so, dass das schon implementiert ist. Dass das auch ins E-Book vielleicht schon implementiert ist.
Dass du so eine E-Book-Sonderausgabe machst, um das E-Book aufzuwerten. Auf der Ebene werden wir natürlich uns nicht mehr so viel über Basics unterhalten müssen, sondern wir werden uns über Performance unterhalten. Über mediale Performance von literarischen Stoffen.
Darüber werden wir uns unterhalten und ich glaube, dass das das nächste heiße Ding wird. Ich schätze mal, spätestens in 2027 wird das der heiße Scheiß. Da wird viel Bewegung in den Markt kommen, bin ich mir total sicher.
Das Spannende ist ja, KI kann mittlerweile Texte nicht nur auswerten, sondern auch verstehen, also welche Stimmung da drin steckt, welche Spannung, welcher Ton und daraus dann sogar einen passenden Sound entwickeln.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Jetzt hast du ja bereits eine Pose beschrieben. Also, lesen im Park, gefühlte 23 Grad in der Sonne, fancy Getränk an meiner Seite und damit ja auch schon direkt eine Szene beschrieben.
Vielleicht dann mal zum Schluss eine philosophische Frage. Was bleibt uns Menschen in der Kunst, dass Maschinen niemals haben werden?
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Eben diese Originalschöpfungskraft, weil die KI schöpft erst mal aus dem menschlichen Bewusstsein.
Ich bin übrigens kein Vertreter davon, dass ich es ausschließe, dass die KI irgendwann aus sich selbst schöpft. Da bin ich, also ich glaube, das kann man mit Sicherheit nicht sagen, ob die KI mich irgendwann aus sich selbst schöpft. Aber aktuell ist es so, dass die KI nicht aus sich selbst schöpft.
Aktuell schöpfen wir aus dem kollektiven Bewusstsein und dem individuellen Bewusstsein von Menschen. Das, was ich ja als individuelles Bewusstsein für mich deklariere oder was du für dich deklarierst, ist ja auch nur ein Teil individuelles Bewusstsein. Da geht ja ganz viel kollektive Erfahrung mit ein.
Mittlerweile wissen wir ja durch gute Hirnforschung, wissen wir ja mittlerweile auch, dass es so kollektive Traumata gibt und sowas. Ja. Also jetzt mal ganz tatsächlich, ich möchte das gar nicht ins Lächerliche ziehen, ich glaube, dass eines der jüngsten Traumata, eines der jüngsten Trauma ist die hohe Niederlage der brasilianischen Fußballnationalmannschaft gegen Deutschland bei der WM 2014.
Das ist etwas, da spricht jeder drüber. Da spricht jeder drüber. Das ist etwas, wenn du dort in diesem Kontext aufgewachsen bist, dann prägt das dein Bewusstsein.
Ist das eine bewusstseinsprägende Erfahrung gewesen? Oder noch nicht mal deine eigene Erfahrung, weil du vielleicht ein Jahr alt warst und das hast du dir mitgekriegt, aber deine Eltern quatschen drüber, dein Onkel quatscht darüber, deine Tante quatscht darüber und das sind ja Dinge, aus denen kommen wir nicht raus. Deswegen ist es ja auch so spannend, Literatur zu lesen, auch von Menschen, die nicht aus deinem eigenen Kulturkreis kommen.
Weil du dort ja wirklich noch neue Erfahrungen machen kannst und ich glaube, dass diese individuelle Erfahrung in Verbindung auch mit der Person des Autors, glaube ich, auch sehr spannend ist. Ja, total. Und das ist ja nicht nur bei großen Dingen so.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Das kennt man ja auch aus ganz vielen Lebensbereichen, also wie man über bestimmte Themen denkt, wie wir Dinge bewerten, wie oft oder skeptisch wir sind. Das prägt einen ja überall, selbst darum, man denkt, das sei ganz objektiv. Deswegen, es gibt ja auch so Kultgeschichten.
Die Leute kaufen jetzt nicht deswegen alle Stephen King Sachen irgendwie, weil sie die Romane alle so geil finden, sondern weil Stephen King einfach so ein Label auch ist. Und das ist ganz eng mit dieser Person Stephen King verknüpft. Was heißt ganz eng?
Das ist die Verknüpfung. Das ist der gemeinsame Nenner. Der kleinste gemeinsame Nenner ist Stephen King als Person.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Also geht es beim Buchkauf immer stärker um die Person dahinter, also um die Marke.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Ja. Aber es wird vielleicht gar nicht mehr so entscheidend sein, ob die Leute das dann wirklich geschrieben haben.
Weißt du? Das ist auch ein bisschen das Problematische daran. Weil dann hast du irgendwie, sagen wir mal, eine bekannte Person, die wirklich eine Marke ist, die eine Marke aufgebaut hat.
Vielleicht, stell dir mal vor, ein Szenario vor, gibt es glaube ich auch schon. Du hast eine Booktalkerin, die zwar keine eigenen Texte bisher veröffentlicht hat, aber plötzlich veröffentlicht die in einem großen Publikums Verlagen Fantasy Roman. Und die ist eine gute, eine total bekannte Booktalkerin mit einer riesen Reichweite Fantasy Romane.
Wird sich das Buch im Regelfall gut verkaufen? Ja, wird sich im Regelfall gut verkaufen. Aber vielleicht hat es die Person dann gar nicht geschrieben.
Dennis Kahl (Pecunia Flow ®):
Absolut. Da gab es ja kürzlich ein ziemlich spannendes Beispiel. In Estland wurde ein großer Essay-Wettbewerb gewonnen von einer angeblich jungen, völlig unbekannten Autorin.
Alle waren total fasziniert. Und am Ende kam raus, diese Person gibt es so gar nicht. Dahinter steckt ein Mitte-30-Jähriger Autor, der gesagt hat, er lässt das jetzt mal von der KI generieren.
Ja, Karsten, vielen Dank dir für deine Zeit und für die ganzen Gedanken, die du mit uns geteilt hast.
Karsten Strack (Lektora GmbH):
Ich danke dir, mein Lieber. Und ja, bin gespannt, wann wir uns das nächste Mal treffen, hier im Podcast.
Mir macht das sehr viel Spaß. Ich bin bereit. Zwischen Daten und Dichtung, zwischen Reimen und Realität, wird in meinem Gespräch mit Carsten Strack eines deutlich.
Künstliche Intelligenz verändert nicht, wie wir schreiben oder produzieren. Sie verändert, wie wir denken, entscheiden und unternehmerisch handeln. Doch vielleicht liegt genau darin die größte Chance.
Nicht in der Angst vor der Maschine, sondern im bewussten Umgang mit ihr. Ob beim Schreiben, im Vertrieb oder in der Strategie. KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern ein Werkzeug im Alltag.
Viele von uns müssten Chat-GPT vielleicht jetzt schon, um eine E-Mail zu formulieren, Ideen zu sortieren oder schneller den Überblick zu bekommen. Für Unternehmer bedeutet das, KI kann nicht nur Zeit sparen, sondern Räume schaffen. Für Kreativität, für Strategie, für das, was wirklich zählt.
Sie hilft, Muster zu erkennen, Entscheidungen zu verbessern und Produkte zu entwickeln, die Menschen wirklich erreichen. Genauso wie ein Buch. Doch sie ersetzt keine Haltung.
Denn es geht nicht darum, was KI kann, sondern was wir mit ihr tun. Aber genau das ist der entscheidende Punkt. Sie ersetzt keine Erfahrung und vor allem keine Verantwortung.
Nicht die Maschine macht den Unterschied, sondern die Fragen, die wir ihr stellen und die Entscheidungen, die wir danach treffen. Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis dieser Folge. Es geht nicht darum, ob KI kreativer wird, sondern ob wir klüger mit ihr umgehen.
Und für uns alle, Unternehmer oder Autor oder einfach neugieriger Mensch, liegt in dieser Entwicklung auch ein Impuls. Nutzen wir KI nicht, um menschliche Arbeit zu umgehen, sondern um menschliches Denken zu erweitern. Die echte Magie entsteht immer noch im menschlichen Bewusstsein, in unseren Erfahrungen, unserer Originalität, in dem, was uns berührt.
Denn solange wir noch spüren, was uns berührt, solange wir noch fühlen, was Worte in uns auslösen, wird keine Maschine oder Algorithmus jedes letzte Kapitel schreiben. Doch gleichzeitig eröffnet sich durch KI neue Chancen für Verlage. Wer diese klug einsetzt, kann Arbeitsprozesse beschleunigen, Kosten senken und kreative Spielräume erweitern.
Und vielleicht ist genau deshalb der Jahreswechsel ein guter Moment, darüber nachzudenken. Was nehmen wir mit? Was lassen wir zurück?
Und wie wollen wir gestalten? Als Unternehmer? Als Kreativer?
Als Mensch? Danke, dass ihr diese Reise mit uns gemacht habt. Und wenn euch diese Folge gefallen hat, dann teilt sie gerne mit Menschen, die offen sind für neue Perspektiven.
Zwischen Unternehmertum und Kunst, zwischen Kopf und Herz. In diesem Sinne, bleibt neugierig, mutig und gestaltend. Bis zur nächsten Folge von Unternehmerimpulse.

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Mit Wortspiel der Krise trotzen