FinTech Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster

Laut des Bundesfinanzministeriums gibt es in Deutschland rund 400 FinTech – mit steigender Tendenz.

Der klare Fokus liegt dabei auf kleinen und mittelgroßen Unternehmen, also dem klassischen Mittelstand.

App statt Bank: FinTech bringt neuen Schwung im Finanzmarkt

Das ergibt eine aktuelle Studie, in der FINANCE zusammen mit Barkow Consulting, ING, Deloitte und CMS den deutschen B2B-FinTech-Markt genau unter die Lupe genommen hat.

Diese Studie adressiert überdies ein großes Problem, dem sich die FinTechs noch immer ausgesetzt sehen: Verlässlichkeit und Vertrauen.

FinTech – mehr als nur ein Modewort?

FinTechs sind derzeit in aller Munde und versuchen derzeit mit neuen Finanzierungsmodellen für mittelständische Unternehmen am derzeitigen B2B-Markt Fuß zu fassen. Der Begriff FinTech setzt sich aus den Wörtern „Finanzen“ und „Technologie“ zusammen und bezeichnet den webbasierten und digitalen Einsatz moderner Technologien im Bereich der Finanzdienstleistungen.

Nachdem FinTechs sich zunächst vornehmlich auf Finanzdienstleistungen für Privatkunden konzentriert haben, nehmen sie immer stärker den Mittelstand ins Visier und versuchen, mit digitalen Finanzdienstleistungen den etablierten Anbietern in den Bereichen Unternehmensfinanzierung und Zahlungsverkehr Konkurrenz zu machen.

Wenn dann ein neues FinTech startet –geht diese Nachricht binnen kürzester Zeit durch die Medienwelt. Es wird geshared und geliked, zahlreiche Startup-Medien berichten online euphorisch über den Erfolg mit positiven Geschäftsaussichten.

Manchmal bringen sogar das „Handelsblatt“, die „Börsen-Zeitung“ oder die „Frankfurter Allgemeine“ eine kleine Geschichte. In der die sogenannte FinTechs – in erster Linie sehr junge Start-ups – finanzbezogene Dienstleistungen intelligenter, schneller, einfacher, günstiger und passgenauer auf den Kunden abgestimmt anbieten.

FinTech und Mittelstand

Doch was passiert eigentlich, wenn auf einmal eine dieser FinTech-Unternehmen wieder vom B2B-Markt verschwindet? Und zwar keines dieser kleinen, kaum wahrgenommenen Nischen-Firmen. Sondern bekannte Startups, die sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren unter beachtlicher medialer Anteilnahme darangemacht hatte, sehr schnell und innovativ zu sein.

Bei aller Euphorie wird oft vergessen, dass der nachhaltige Erfolg im Geschäft mit mittelständischen Kunden nicht nur auf einer innovativen Idee beruht, sondern auch auf Erfahrung und Kundenvertrauen“, gibt Dipl.-Kfm. Dennis Kahl, Gründer und Geschäftsinhaber der Pecunia Flow ® Unternehmensberatung, zu bedenken.

So musste zum Beispiel unlängst ein bereits etablierter Anbieter von plattformbasierten Unternehmensfinanzierungen sein Geschäft in der bisherigen Form einstellen, da die BaFin für das Geschäftsmodell im Nachgang keine Genehmigung erteilt hatte.

Doch damit nicht genug: Vielen mittelständischen Unternehmen brach beifolgend eine tragende Säule ihrer Wachstumsfinanzierung weg. Die Finanzierungslücke galt es unmittelbar zu schließen und das Vertrauen ist weg.

Solche Rückschläge zeigen die Risiken, wenn neue Akteure am Markt allzu nachlässig an das sensible Geschäft mit Unternehmensfinanzierungen herangehen. Unternehmer sollten daher genau abwägen, wem sie bei einer Unternehmensfinanzierung vertrauen.

Innovative Lösungen sind absolut zu begrüßen, aber eine langjährige Erfahrung mit den regulatorischen Seiten des Finanzierungsgeschäfts darf ebenso wenig zu kurz kommen wie das tiefgreifende Verständnis für die Bedürfnisse des Mittelstandes.

Im Großen und Ganzen lassen sich für das Scheitern vieler FinTechs drei Hauptgründe extrahieren:

  1. Der Grundgedanke, das Erfolgsmodell von Interhyp und Check24 und auf den Firmenkundenbereich zu übertragen, erweist sich aufgrund der Komplexität des Kreditsegments erfahrungsgemäß als umfassender als gedacht.
  2. Der Mittelstand ist eine sensible Zielgruppe. Als Finanzierungspartner finden vor allem die Akzeptanz, die selbst einen mittelständischen Hintergrund vorweisen können.
  3. Als Folge von Punkt 2 sind die Kosten für die Akquise deutlich höher als gedacht; trotz aller Standardisierung, Automatisierung und dem Versprechen, besser als die klassische Finanzbranche zu sein.

Wenn ein FinTech-Unternehmen aufgibt, findet sich einzig z.B. bei LinkedIn ein kurzer Hinweis auf die Tragödie des Unternehmens. Hier und da ist in den sozialen Medien ein kurzer Post zu finden, „dass der Betrieb eingestellt wird“. Dieser Beitrag wird innerhalb der nächsten Wochen ein paar Mal schleppend weitergeleitet. Warum nicht häufiger? Einzig und allein, bleibt das mittelständische Unternehmen in seinem Finanzierungsbedarf auf der Strecke.

Finanzierung für den Mittelstand

Demnach gelingt es allein mit einer langjährigen Erfahrung im Mittelstandsgeschäft das Vertrauen von Unternehmenskunden zu gewinnen.

So bietet die Pecunia Flow ® Unternehmensberatung – als inhabergeführtes Unternehmen – maßgeschneiderte best-practice Instrumente für die Unternehmensfinanzierung an.

Die Konzepte wurden auf Basis langjähriger Erfahrung in Finanzierung und Handel – und im engen Kontakt mit den mittelständischen Geschäftspartnern entwickelt. Alle Geschäftspartner sind in ihrer Region familiär verwurzelt und seit langem eine feste Größe.

Das soll auch langfristig so bleiben

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