Finanzkommunikation Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis KAhl Münster

Eine anhaltende Niedrigzinspolitik führt dazu, dass Banken bei der Darlehensvergabe für den Mittelstand sehr vorsichtig geworden sind. Bei mittleren Bonitäten ist ein erhöhter Kapitalbedarf inzwischen nahezu nicht mehr zu bekommen. Wie steht es um Ihr Verhältnis zur Hausbank? Wurden Sie immer unterstützt – oder auch schon im Regen stehen gelassen?

Proaktive Finanzkommunikation schafft deutlichen Mehrwert

Die Ergebnisse der Umfrage KMU-Banken-Barometer 2017 konstatieren, dass mittelständische Unternehmen ihre Finanzierungs- und Bankensituation 2017 durchgängig zurückhaltender beurteilen als noch im Vorjahr. Die Unternehmensbefragung 2017 der KfW bestätigt die Ergebnisse des KMU-Banken-Barometer 2017 und verweist darauf, dass speziell die kleinen Unternehmen (bis 1 Mio Euro Umsatz) von gestiegenen Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten.

Jeder Unternehmer kann selbst einiges dazu beitragen einen Einfluss auf die Bonitätseinschätzungen zu nehmen. Eine unklare Kommunikation kann genauso zu einem schlechten Rating des Unternehmens führen wie schlechte Gewinnzahlen. Doch was gehört zu einer guten Finanzkommunikation?

Damit Unternehmen die Weichen Ihrer Projektfinanzierungen strategisch stellen können, kann für eine erfolgreiche Finanzkommunikation mit der Hausbank nach folgendem Schema vorgegangen werden.

Betriebswirtschaftliche Auswertungen

Innerhalb der ersten acht Wochen des neuen Jahres sollte das Kreditinstitut die Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) inklusive Summen- und Saldenliste (SuSa) aus dem Vorjahr unaufgefordert erhalten. Dabei kann es ohnehin sinnvoll erscheinen, zeitgleich eine Prognose und eine komprimierte Planung für die nächsten zwei Jahre an das Kreditinstitut zu geben.

In diesem Zusammenhang signalisiert das Unternehmen gegenüber der Bank die Bereitschaft, den Firmenkundenbetreuer permanent über die weitere Entwicklung des Unternehmens auf dem Laufenden halten zu wollen. Wird dieses Prinzip vom Unternehmen berücksichtigt, schneidet es beim Rating der Hausbank besser ab. Weiterer positiver Nebeneffekt: Das Unternehmen hat mit dieser Zwei-Jahres-Planung ein erstes Instrument für Soll-Ist-Vergleiche zur Hand.

Jahresabschluss des Vorjahres

Im Optimum sollte der Jahresabschluss des Vorjahres innerhalb der ersten sechs Monate der Bank vorliegen. Wird dieses Kriterium nicht erfüllt, kann es pauschal zu Abzügen beim internen Rating geben.

Bei der Bankenanalyse werden dann die harte Faktoren wie zum Beispiel Kennzahlen zur Ertragslage ausgewertet und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Bei dem obligatorischen Jahresgespräch mit der Bank ist es daher ratsam, ebenfalls auf die Marketingstrategie einzugehen und dem Firmenkundenbetreuer die Geschäftsstrategie für die nächsten Monate zu erläutern.

Finanzkommunikation und Qualitätssicherung

Einmal im Monat sollten anhand der BWA die Abweichungen vom Plan kontrolliert werden. Zeichnen sich gravierende Veränderungen im Unternehmen ab, sollte rechtzeitig auf das Kreditinstitut zugegangen werden und dieses darüber informieren. Nichts wäre schlimmer, als wenn die Bank über Dritte Neuigkeiten erfährt.

Ziel sollte es im Ganzen daher sein, einen andauernden Optimierungsprozess umzusetzen, um die Bonität des Unternehmens stetig zu verbessern und bei Abweichungen sofort gegensteuern zu können.

Kein Muss: Liefert ein Unternehmen ein vierteljährliches Reporting mit gängigen Kennzahlen und Ausblick auf das kommende Quartal, kann sich die Hausbank jederzeit eine Vorstellung davon machen, wie sich das Unternehmen im Zeitablauf entwickelt.

Diese freiwillige Transparenz bei der Finanzkommunikation wird In der Regel bei den Hausbanken hoch gewichtet und beeinflusst das interne Rating.

Kreditvorbereitungen Folgejahr

Bereits im Herbst eines Vorjahres sollten Unternehmen mit ihrer Hausbank über anstehende Investitionen im Folgejahr sprechen. Im Idealfall steht dann bereits der Finanzierungs- und Cashflow-Plan für das ganze Jahre im Voraus fest.  Ebenso sollten in diesem Zusammenhang die Angaben zur Selbstauskunft des Unternehmers und zur individuellen Vermögensaufstellung bei der Bank aktualisiert werden.

Rollierende Unternehmensplanung

Der letzte Monat eines Jahres sollte einer Prognose für die Zeit nach Neujahr dienen, bei der die aktuelle Situation nebst Auftragslage der kommenden zwei Monate intensiv erörtert wird.

In diesem Zusammenhang geht es erst einmal darum selbst die Entwicklung des laufenden Jahres zu beurteilen und dann die Unternehmensplanung mit aktuellen validen Zahlen weiter fortzuschreiben. Diese angepassten Informationen können dem Firmenkundenbetreuer für die ersten Wochen des neuen Jahres zugespielt werden.

Fazit

Zentrales Ziel jeder Finanzkommunikation sollte es sein, Vertrauen der Kreditinstitute in die Kompetenz eines Unternehmens zu schaffen. Transparenz und offene Kommunikation schaden dabei nicht. Bleibt ein Unternehmen bei der Finanzkommunikation gegenüber der Hausbank ständig am Ball, wird die Beurteilung für die Zusage eines höheren Darlehens abseits der harten Ratingfaktoren positiv beeinflusst. In Folge der Verbesserung des Ratings trägt eine gute Finanzkommunikation zu einer Minimierung der Kapitalkosten bei.

 

Aktuelle Studien und unsere langjährige Erfahrungen aus Mandaten zeigen, dass Unternehmer, die eine aktive Finanzkommunikation betreiben, von verbesserten Kreditbedingungen profitieren. Daher sollten Unternehmen in dem jetzt noch günstigen Finanzierungsumfeld ihre Finanzierung für die kommenden Jahre auf sichere und auf ein breiteres Spektrum stellen.

Eine optimale Unternehmensfinanzierung ist genau so komplex als auch wichtig. Nutzen Sie unser kostenloses Erstgespräch zur Beratung. Die Pecunia Flow ® Unternehmensberatung freut sich über Ihr Interesse und Ihre Anfrage.

 

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