Rating

Das Rating entscheidet mit darüber, ob ein Unternehmen eine Finanzierung erhält oder nicht. Mit diesen sieben Schritten können Sie die Bonität Ihres Unternehmens und Ihre Chance auf eine günstige Finanzierung verbessern.

Unternehmen mit einem schlechten Rating haben häufig Probleme bei der Finan­zierung von notwendigen Investi­tionen: Sie müssen entweder schlechte Konditionen wie hohe Zinsen, kurze Lauf­zeiten oder unnötig viele Sicher­heiten in Kauf nehmen oder erhalten sogar Absagen von den Banken.

Viele mittel­ständische Unternehmer wissen dabei gar nicht, dass sie das eigene Rating – also die Kennzahl, welche die Bonität für Banken bewert­bar macht – selbst­ständig proaktiv beein­flussen und damit ver­bessern können.

Im folgenden Blogbeitrag nennen wir Ihnen sieben Maß­nahmen, wie Sie Ihre Unter­nehmens­bonität nachhaltig festigen können.

 

1. Das eigene Rating permanent überwachen

Jeder Unternehmer sollte die Bewertung der eigenen Bonität nicht nur kennen, sondern auch gezielt permanent im Auge be­halten. Dabei können Ent­­wicklungen abge­­lesen und zeit­nah darauf reagiert werden.

Wird das Unternehmensrating erst erfasst, wenn eine Finan­zierung dringend not­wendig wird, geht womöglich wert­volle Zeit verloren und das Unternehmen verliert mit schlechteren Konditionen auch eine Menge Geld. Die Pecunia Flow ® Unternehmensberatung empfiehlt, die eigene Bonität einmal im Quartal zu prüfen.

 

2. Rechnungsfristen dringend einhalten

Auskunfteien, wie zum Beispiel Bürgel, Creditreform oder Schufa, speichern bis zu fünf Jahre lang Negativ­merkmale . Zu den Negativmerkmalen fallen beispiels­weise auch Hinweise auf zu spät beglichene Rech­nungen, Mahnungen oder Inkasso­verfahren.

Werden zu viele Rechnungsfristen innerhalb kürzerer Zeit nicht eingehalten, wird ein Unternehmen automatisch im Rating herabgestuft und von den Banken oder anderen Kapitalgebern negativ beurteilt.

 

»Als Unternehmen sollte man das eigene Rating nie aus dem Blick verlieren und aktiv an der Bonität arbeiten. Die Bonität kann über den Fort­bestand des Unter­nehmens ent­scheiden.«

Dipl.-Kfm. Dennis Kahl, Gründer und Inhaber der Pecunia Flow ® Unternehmensberatung

3. Falsche Angaben zum Unternehmen korrigieren

Häufig schlägt das Rating bei den oben genannten Auskunfteien bereits durch fehler­hafte Angaben in eine negative Tendenz aus. Ähnlich wie beim SEO für google, hat eine falsch einge­­tragene Branche oder Geschäfts­­adresse einen Einfluss auf das Rating eines Unternehmens.

Dabei gestaltet sich die Lösung dieses Problems recht simpel: Wird der Dialog zu den Auskunfteien gesucht, können falsche Anga­ben umgehend korrigiert werden.

Auch negative Zahlen einer Bilanz können in diesem Zuge durch nähere Erläuterungen und weiteren Argumenten bestenfalls ausgemerzt werden, um den Einfluss auf das Rating zu mindern.

 

4. Kommunikation nach außen stärken

Wenn ein Unternehmen regel­mäßigen den Kontakt zu Banken oder Auskunfteien pflegt, diese im besten Fall mit aktuellen Informationen versorgt und alle relevanten Daten und Unter­lagen ordnungsgemäß aufbereitet, kann es ebenfalls über weiche Faktoren das Rating bei Banken direkt verbessern.

 

5. Erhöhung der Eigenkapitalquote

Wird die Eigen­kapital­quote eines Unter­nehmens erhöht, verbessert sich die Bonität und damit das Rating. Für diese Maßnahme bietet sich insbesondere die Einbringung von Beteiligungen durch Mezzanine-Kapital an.

Eine weitere Option, die Eigen­kapital­quote eines Unternehmens zu erhöhen, ist die Verwendung von alter­nativen Finanzierungs­instrumenten wie zum Beispiel Einkaufsfinanzierung oder Leasing.

 

»Im Geschäftsleben ist es häufig wie im wahren Leben. Für den Erfolg braucht man die richtigen Partner. Jeder, der ein Geschäft führt, weiß um die Bedeutung dieser Aussage. Besonders wichtige Partner sind für jede Firme die, die das Unternehmen finanzieren. Alternative Finanzierungs­lösungen können optimal dazu beitragen, die Finanz­struktur eines Unter­nehmens zu verbessern und so das Rating zu stärken.«

Dipl.-Kfm. Dennis Kahl, Gründer und Inhaber der Pecunia Flow ® Unternehmensberatung

 

Beispiel Leasing: der einmalig hohe Preis zur Anschaffung einer Maschine oder IT-Ausstattung wird auf viele kleine Raten verteilt und muss nicht über einen Betriebsmittelkredit oder Eigenkapital aufgebracht werden.

Gleich­zeitig wird das Leasing­objekt in der Regel nicht in der Bilanz des Unter­nehmen aktiviert, sondern taucht in der Bilanz des Leasing­gebers auf (so genannte Bilanzverkürzung). Zudem sind die Leasingraten als Aufwendungen steuerlich absetzbar.

 

6. Unterschiedliche Finanzierungarten vergleichen

Für viele Unternehmen sind fortlaufende Investitionen erforderlich, um auf dem Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Wer dabei teure Darlehen meidet, verbessert das eigene Rating.

Umso wichtiger ist daher der Vergleich unter­schiedlicher An­bieter, um das beste Angebot zu identifizieren. Dabei kommt es nicht nur darauf an, diverse Konditionen wie Zinssatz, Lauf­zeit und Sicherheiten zu vergleichen, sondern auch alternative Finanzierungs­instrumente wie Kredite, Mezzanine oder Wareneinkaufs­finanzierung mit in die Betrachtung einzubeziehen.

Laut einer Umfrage des Bundesverbandes Factoring für den Mittelstand, halten 62 Prozent der Entscheider in KMUs eine Finanzierung für sinnvoll, die neben Eigenkapital auch Leasing, Factoring und Einkaufsfinanzierung umfasst. Eine unverbindliche Beratung durch unabhängige Branchenexperten im Bereich Unternehmens­finanzierung ist dabei empfehlens­wert.

 

7. Alte Darlehen umschulden

Viele lang­fristige Kredite wurden noch zu Zeiten geschlossenen, in denen die Konditionen für eine Unternehmens­finanzierung deutlich schlechter waren als gegenwärtig.

Insbesondere die aktuelle Niedrig­zins­phase erlaubt es Unter­nehmen, unverkennbar günstiger zu finanzieren. Daher bietet es sich an, teure Darlehen umzu­schulden und in Folge dessen die Zins­belastung langfristig zu verringern.

 

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