Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster WIE UNTERNEHMEN AUCH IN KRISENZEITEN LIQUIDITÄT BEHALTEN

Die Corona-Krise führt zu Störungen in den Lieferketten vieler Unternehmen. Kritische Komponenten im Supply Chain gehören nun auf den Prüfstand.

Einkauf und Lieferkettenmanagement sind dazu noch Frühwarnindikatoren für Krisen: Lieferengpässe in China gehörten zu den ersten Auswirkungen der Corona-Pandemie, die auch Unternehmen in Europa spürten. Mit jedem neuen Krisenherd wuchs die Zahl der Unternehmen, die mit Störungen in der Lieferkette umgehen müssen.

Lieferengpässe als erste Auswirkungen

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich (BMÖ) hat österreichische und deutsche Unternehmen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Einkauf und Supply Chain Management befragt. 63 Prozent der Unternehmen verzeichneten Ende März 2020 Störungen in der Lieferkette und eine unsichere Versorgungslage, bei elf Prozent war die Kette komplett unterbrochen. Mehr als 50 Prozent rechneten mit weiteren massiven Störungen.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster Supply Chain-Finanzierung Lieferketten

Die größten Probleme verzeichneten die Firmen im Liefermarkt Italien (64 Prozent), dem ersten europäischen Hotspot der Pandemie. An zweiter Stelle wird allerdings schon Europa in seiner Gesamtheit (34 Prozent) genannt, gefolgt von Spanien (31 Prozent). China nannte jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent). Die Auswirkungen: Bei vier von fünf befragten Unternehmen kam es zum Ende des ersten Quartals zu Lieferverzögerungen, bei jedem dritten Betrieb zu einem Lieferantenausfall. Mit Preiserhöhungen hatte ein Viertel der Unternehmen zu kämpfen.

Was hilft Lieferketten krisenfest zu machen?

Die scheinbar einfache Antwort lautet: Lagerhaltung. Aber genau das kostet Geld, das wir bis zuletzt mit der Just-in-Time-Produktion haben sparen wollen. Es wird also zwischen den Risiken abreißender Lieferketten und den Kosten der zusätzlichen Lagerhaltung abzuwägen sein.

Für einen reibungslosen Ablauf in der Lieferkette nehmen viele Unternehmen große Summen in die Hand. Während Materialien und Rohstoffe teurer geworden sind, stellt sich die Frage, woher die Liquidität kommen soll, um große Aufträge angehen zu können. 

Eine Supply Chain-Finanzierung hilft ihnen dabei, ihre Einkaufskonditionen als auch ihre Kennzahlen zu verbessernund wirkt damit einer Entwicklung entgegen, die insbesondere während und nach der Finanzkrise ab 2007 zu beobachten war: Unternehmen wälzten ihre Finanzierungskosten oft auf ihre Lieferanten ab, indem sie ihre Zahlungsfristen immer weiter ausdehnten. Für kurze Zeit erleichterte dieses das Handeln der Unternehmen. Doch viele Lieferanten gerieten unter Druck und drohten auszufallen.

Vorteile einer Supply Chain-Finanzierung für Käufer

  • Der Käufer erhält möglicherweise günstigere Zahlungsbedingungen, zum Beispiel durch die Gewährung von Skonto. 
  • Der Käufer senkt das Lieferantenausfallrisiko.
  • Der Käufer stärkt seine Beziehung zum Lieferanten, da die Bezahlung schnell und ohne Komplikationen bezahlt wird.
  • Durch längere Zahlungsziele bleibt der Käufer liquide.
  • Bereits vor dem Geschäft hat der Käufer eine bessere Verhandlungsposition, da er dem Lieferanten eine sofortige Zahlung anbieten kann.

Vorteile einer Supply Chain-Finanzierung für Lieferanten

  • Der Lieferant erhält sein Geld sofort.
  • Seine Finanzierungskosten verringern sich, da er beispielsweise nicht auf eine eingeräumte Kontoüberziehung zur Zwischenfinanzierung angewiesen ist.
  • Für ihn werden die Zahlungsströme transparenter.
  • Er kann besser planen, wie er sein Kapital einsetzt.

Nachfrage nach Supply Chain-Finanzierung steigt

Die Zahlungsströme in den Lieferketten zu optimieren, wird für immer mehr Unternehmen wichtig. Denn auch Mittelständler handeln zunehmend international – ihre Wertschöpfungsketten werden immer komplexer. Das führt dazu, dass viel Kapital gebunden ist. Mit der Supply Chain-Finanzierung bleiben sie flüssig und können das Geld anderweitig einsetzen.

Alle Details wie Unternehmen durch eine Supply Chain-Finanzierung liquide werden können, erfahren Sie im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch .

Stärken Sie die Beziehungen zu Ihren Handelspartnern

Sicherlich wird auch helfen, mehr Lieferanten als bisher zu suchen, also durch Streuung, Dennoch lassen viele Mittelständler die Chancen durch eine Supply Chain-Finanzierung bislang ungenutzt. Ein Hindernis ist, dass sie nicht nur die eigenen Abteilungen überzeugen müssen, sondern sich auch die Zulieferer auf die neue Methode einlassen müssen.

Pecunia Flow ® kennt den wachsenden Markt. So finden wir auch für Sie einen zuverlässigen Zwischenhändler, der für Sie als Partner den nötigen Weitblick über Lieferung und Ware hat. Auch gibt es die Möglichkeit, hohe Volumina – auch im Millionenbereich – zu finanzieren. Unser Ziel ist es, Unternehmern den schnellen Zugang zu günstigen Finanzierungen zu ermöglichen. Um das zu erreichen, arbeiten wir unabhängig und beraten jeden Unternehmer individuell, um den besten Finanzierungspartner zu finden.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster WIE HÄNDLER IHR E-COMMERCE-ANGEBOT AUSBAUEN KÖNNEN

Wie wichtig der Zugang zu Finanzdienstleistungen im gewerblichen Bereich ist, hat die Corona-Pandemie gezeigt. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen waren in dieser Zeit von geschlossenen Bankfilialen und damit ausbleibenden Finanzierungsgesprächen betroffen.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster DIGITALE ABWICKLUNG STATT BANKTERMIN

Die Wirtschaft im europäischen Raum ist unverändert stark. Als Grund für die Stabilität wird die allgemein gesunde Konjunktur angegeben. Diese deutet im Ganzen auf eine rundum positive Lage der Wirtschaft für weitere Gewinn bringende Investitionen hin.

Doch trotz allgemein gesunder Konjunktur stellt sich ein getrübtes Bild dar: Die aktuellen Zahlen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) belegen, dass sich insbesondere die Darlehensvergabe und –höhe für Selbständige und Personengesellschaften in Deutschland auf einem historisch tiefen Niveau befinden.

Dieses resultiert wohl aus dem starken Bewusstsein und der verfestigten Annahme politischer Unsicherheiten für die kommenden Jahre. Genannt seien hierzu vorzugsweise die wichtigen Handelspartner USA und Großbritannien. Kurzum: (a) die zurzeit unvorhersehbare Entwicklung der transatlantischen Beziehungen und (b) der Brexit.

Der Trend geht eindeutig „weg von der Hausbank“

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben zunehmend Schwierigkeiten, einen Kredit von ihrer Hausbank zu erhalten, denn die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) führt dazu, dass die typischen Banken des Mittelstandes bei der Darlehensvergabe sehr restriktiv geworden sind. Ein erhöhter Kapitalbedarf für eine Vorfinanzierung eines denkbaren Saisongeschäftes ist inzwischen nahezu nicht mehr zu realisieren.

Der Trend, dass mittelständische Unternehmen ihre Finanzierungs- und Bankensituation durchgängig zurückhaltender beurteilen als noch im Vorjahr, wird unter anderem durch die unabhängige Umfrage des Bundesverbandes freier Berater e.V. bestätigt.

Früher konnten die Filialleiter für ihren mittelständischen Kunden noch aufgrund der langjährigen Kundenbeziehung – meist richtig – entscheiden und erforderliche Kredite gewähren. Aktuelle Umfragen haben jedoch gezeigt, dass anhand der schärferen Finanzregulierung mit Basel III die Darlehen von Banken gegenwärtig nur noch 23 Prozent des Fremdkapitals ausmachen.

Alternative Finanzierung gewinnt an Bedeutung

Vor allem mittelständische Unternehmen befassen sich deswegen verstärkt mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Der aktuelle Kapitalmarkt bietet für diese deutliches Potenzial bei der Kapitalversorgung und ist zugleich im Begriff, sich unabhängig von Banken zu machen.

Ernst & Young Deutschland konstatiert in ihrer Analyse, dass mittelständische Unternehmen, die stärker alternative Finanzierungsinstrumente nutzen, deutlich schneller wachsen als Unternehmen, die sich rein über die klassische Hausbank finanzieren.

Was kleinere und mittelgroße Unternehmen (KMU) hierfür allerdings benötigen, ist ein Partner auf Augenhöhe, der Ihnen innovative und durchdachte Lösungen zur Verfügung stellt.

Finanzierungspartner auf Augenhöhe

Als interessante Alternative zum klassischen Kontokorrentkredit der Hausbanken hat sich seit einigen Jahren das so genannte Finetrading als Einkaufsfinanzierung über einen Zwischenhändler etabliert. Es ist für den Kreditnehmer realisierbar, ohne zugleich neue Sicherheiten anbieten zu müssen.

Diese bankenunabhängigen Unternehmen erwerben als alternativer Finanzdienstleister für eine „virtuelle Sekunde“ die Ware für ein einkaufendes Unternehmen und verkaufen jene unmittelbar an eben dieses Unternehmen weiter. Anstelle des ursprünglichen Lieferantenkredites von 30 Tagen gewährt der Zwischenhändler allerdings dabei ein verlängertes Zahlungsziel von bis zu maximal 120 Tagen.

Finetrading ist damit ein reines Handelsgeschäft, bei dem die verschärften Regulierungen, denen Banken durch Basel III unterliegen, nicht zum Tragen kommen und die Vorfinanzierung von Einkäufen handelbarer Waren übernimmt.

Flexibilität und unternehmerische Freiheit

Diese Form der Einkaufsfinanzierung ist damit insbesondere für Unternehmen mit schwankendem Saisongeschäft interessant. Durch das Finetrading kann ein Unternehmen die benötigte Ware vorab ordern und die Rückzahlung auf die Monate mit stärkeren Umsatzerlösen verteilen.

Neue Aufträge können somit kurzfristig und flexibel vorfinanziert werden, ohne dass zu diesem Zweck eigene liquide Mittel aufgewendet werden müssen. Demzufolge stellt das Finetrading als alternative Einkaufsfinanzierung eine flexible Lösung für mittelständische Unternehmen dar.

Ein weiterer Vorteil: Aufgrund schlanker Prozesse  können im Gegensatz zu den klassischen Hausbanken die Kreditanfragen deutlich unkomplizierter und vor allem schneller bearbeitet werden.

Einkaufsfinanzierung als Online-Lösung

Bereits jetzt kann diese Art der Einkaufsfinanzierung die Vergabe einer Kreditlinie bis hin zur kompletten Warenbestellung ausnahmslos digital abbilden und passt sich damit nicht zuletzt optimal an den Strukturwandel zum Mittelstand 4.0 an.

Über ein Online-Portal können sich z.B. Handelsunternehmen oder das produzierende Gewerbe problemlos mit wenigen Klicks registrieren lassen. Zeitraubende Kreditprüfungen – wie zum Beispiel bei der Bank – entfallen dabei komplett: Für die Bonitätsprüfung ist lediglich die Handelsregister- oder Steuernummer nötig.

Die unkomplizierte Abwicklung einer Bestellung über das Portal dauert häufig nur 5 Minuten und kann bequem aus dem Büro mit dem Smartphone gesteuert werden, ohne sich vorher für einen saisonalen Finanzierungsbedarf rechtfertigen oder sogar bereits im Vorfeld eine BWA einreichen zu müssen.

Einkaufsfinanzierung – weitaus mehr als nur eine Bankenalternative

Insbesondere für zusätzliche Aufträge, die häufig heutzutage auch noch sehr schnell abgewickelt werden müssen, ist dieser ausgereifte und papierlose Online-Prozess ein entscheidender Vorteil gegenüber einer Hausbank.

Hier greift das so genannte Pareto-Prinzip: mit 20 Prozent des Gesamtaufwandes werden 80 Prozent der Ergebnisse erreicht – minimaler Aufwand, höchster Ertrag.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster BÜRGSCHAFTEN WERDEN ZUM TREND

Aufgrund der restriktiven Kreditvergabe der Banken ist es für viele mittelständische Unternehmen nicht einfach an weitere Kredite zu gelangen. Alternative Finanzierungsformen, wie zum Beispiel die Einkaufsfinanzierung, rücken daher immer stärker in den Fokus. Weiterlesen