Das Thema Finanzierung bleibt für KMU ständig im Fokus:

Durch die restriktiven Kreditvergaberichtlinien der Banken sind mittelständische Unternehmen immer mehr dazu gezwungen, sich intensiv mit alternativen Finanzierungsinstrumenten auseinander zu setzen.

Die Beiträge in der Rubrik Finanzierung liefern einen aktuellen Überblick über alle wesentlichen Aspekte rund um das Thema der Bereitstellung und Erschließung finanzieller Mittel aus der Perspektive des Mittelstandes.

Die Fachbeiträge von Pecunia Flow sind praxisorientiert thematisiert und stellen unter anderem neue, innovative Finanzierungsalternativen vor. Weiterhin werden Wege aufgezeigt, wie diese unter der Berücksichtigung von Liquiditätssteuerung sowie weiteren direkt angrenzende Themenfeldern betriebswirtschaftlich und zielorientiert in Einklang gebracht werden können.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster Liquiditätsbeschaffung in Krisenzeiten Sale-and-lease-back

Die Haupt-Devise lautet: cash is king!

Durch milliardenschwere Hilfspakete sowie steuerliche Hilfsmaßnahmen wurden in Zeiten der Corona-Pandemie seitens der Regierung alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Arbeitsplätze zu schützen und Unternehmen zu stützen. Trotz dieser staatlichen Unterstützung leiden Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen noch heute unter den unmittelbaren Auswirkungen der weltweiten Krise.

Betroffen sind vor allem kleine- und mittelständische Unternehmen, welche sich seit geraumer Zeit in wirtschaftlich herausfordernden Situationen befinden und deren Rücklagen mittlerweile aufgezehrt sind. Auch die enorm gestiegenen Rohstoffpreise belasten zusätzlich die Liquidität.

Während sich die Auftragslage derzeit verstärkt positiv entwickelt, häuft sich die Anwendung alternativer Finanzierungsformen, die schnell und unbürokratisch dazu dienen, Liquiditätsengpässe im eigenen Unternehmen zu überbrücken.

Ein für diesen Zweck immer häufiges angewendetes Instrument ist dabei das Sale-and-lease-back-Verfahren.

Wie komme ich an frische Liquidität?

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es, um diese Herausforderungen zu meistern? Um in und nach Krisenzeiten die betriebsnotwendige Liquidität zu sichern, stehen Unternehmen neben dem Sale-and-lease-back sowie dem Sale-and-Mietkauf-back eine Vielzahl weiterer Finanzierungsvarianten zur Verfügung:

Factoring

Forderungsausfälle durch unzureichende Zahlungsmoral der Kunden führen regelmäßig zu erhöhten Liquiditätsängsten. Factoring, also der Verkauf von Forderungen eines Unternehmens gegenüber Kunden an ein Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut ermöglicht, dass einem Unternehmen diese
liquiden Mittel unmittelbar zur Verfügung stehen.

Anstatt lange auf den Eingang der Zahlung warten zu müssen, werden Rechnungen durch ein Factoring-Unternehmen, auch Factor genannt, beglichen. So kommen Unternehmen schneller und planbarer an liquide Mittel, die Bonität steigt und das Rating bei Banken verbessert sich durch die Erhöhung der Eigenkapitalquote. Fortan liegt das Risiko für einen möglichen Forderungsausfall beim Factor. Aufgrund dieser positiven Effekte etabliert sich Factoring immer stärker als zusätzlicher Finanzierungsbaustein.

Mezzanine-Finanzierungen

Bei Mezzanine-Finanzierungen handelt es sich um eine Finanzierungsart, welche eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital darstellt und besonders bei Liquiditätsproblemen geeignet ist. Dabei beteiligen sich Investoren an Unternehmen, indem sie diesen zum Beispiel im Rahmen von Crowd-Investings Eigenkapital zur freien Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten Investoren jedoch keine Stimmrechte und keinen Einfluss auf die Unternehmensleitung, sondern lediglich Kredit-ähnliche Renditen. Dies verschafft vor allem in herausfordernden Zeiten zusätzliches Eigenkapital und führt zu sinkenden Kosten bei der Aufnahme weiterer Kredite, ohne Einbußen in der unternehmerischen Freiheit.

Sale-and-lease-back, was ist das und wie funktioniert es?

Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich Sale-and-lease-back-Transaktionen als eines der Kriseninstrumente in deutschen Unternehmen etabliert. Doch wie kommt es dabei zu einer bankenneutralen Geldbeschaffung? Wie können Leasinggesellschaften zur einer verlässlichen Liquiditätsquelle werden?

Sale-and-lease-back (SLB) funktioniert denkbar einfach:

Dabei schließt das Unternehmen erst im Nachgang einer Anschaffung einen Vertrag mit einer Leasinggesellschaft. Um kurzfristig an liquide Mittel zu gelangen, verkauft ein Unternehmen dabei mobile Vermögensgegenstände aus seinem Anlagevermögen zu einem ermittelten Marktwert an eine Leasinggesellschaft.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Unternehmen zukünftig auf seine betriebsnotwendigen Objekte verzichten muss, denn diese werden direkt von der Leasinggesellschaft an das Unternehmen zurück geleast und können somit unverändert genutzt werden. So verfügt das Unternehmen ohne Einschränkungen weiterhin über sein Wirtschaftsgut und erhält über die Bezahlung des Marktwertes gleichzeitig die gewünschte Liquidität. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um werthaltige sowie fungible, also vielseitig einsetzbare, Objekte. In den meisten Fällen sind dies Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge.

Dabei zeichnet sich das Finanzierungsinstrument durch seine Flexibilität aus, denn SLB funktioniert nicht nur bei neu erworbenen Vermögenswerten, sondern auch bei gebrauchten und demnach bereits genutzten Objekten. Somit eignet sich ein solches Modell bei Unternehmen, die im produzierenden oder bearbeitenden Gewerbe tätig sind und über einen modernen Maschinenpark voller stillen Reserven verfügen. Ungeeignet sind hingegen Spezialmaschinen oder Spezialanlagen, welche einzig und allein durch das veräußernde Unternehmen genutzt werden können.

Wie auch bei einem klassischen Leasing befindet sich das Objekt nach dem Verkauf nicht mehr in der Bilanz des Leasingnehmers, sondern wird durch die Leasinggesellschaft aktiviert. Während der Laufzeit ist die Maschine, die Anlage oder das Fahrzeug demnach Bilanz-neutral. Nach Ende der Vertragslaufzeit, welche üblicherweise zwischen 48 und 60 Monaten liegt, kauft das Unternehmen das Objekt zurück oder vereinbart mit dem Leasinggeber eine Anschlussfinanzierung.

Eine SLB-Transaktion beeinträchtigt also in keiner Weise die betrieblichen Abläufe. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass die Verfügbarkeit der Objekte zwar essenziell ist, deren Besitz hingegen kein Muss darstellt.

Wie läuft Sale-and-lease-back ab?

Das Unternehmen veräußert sein Objekt, wie z.B. Maschinen, Inventar, etc., an einen Leasinggeber, um frische Liquidität zu sichern. Der Leasinggeber zahlt dafür den aktuellen Marktwert. Das Unternehmen selbst least darauf hin das Objekt vom Leasinggeber gegen eine monatliche Leasingrate zur weiteren Nutzung zurück. Der Leasinggeber wird durch diesen Prozess Eigentümer und aktiviert das Objekt in seiner Bilanz.

Beim Unternehmen selbst kommt es zu einer Bilanzverkürzung, was wiederum den Vorteil hat, dass das Unternehmensrating steigt. Die Steigerung des Ratings hat wiederum einen positiven Effekt für Folgefinanzierungen.

Sale-and-lease-back lohnt sich!

Ein Sale-and-lease-back ist besonders in schweren Zeiten, wie der Corona-Krise, ein adäquater Baustein für die Firmenfinanzierung. Während in 2019 bereits rund zwei Milliarden Euro durch Sale-and-lease-back- Verfahren transferiert wurden, ist das Volumen durch die Folgen der Pandemie weiter steigend. Aber auch ohne Krise bietet dieses Instrument neben der sofortigen Liquidität eine Reihe an Vorteilen für Unternehmen:

Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Finanzierung bei der Bank greifen Leasinggesellschaften nicht auf zusätzliche Sicherheiten zurück. Das geleaste Objekt genügt der Leasinggesellschaft in der Regel als Sicherheit.

Zudem ist ein Sale-and-lease-back kein Kredit und stellt keine bilanzielle Verbindlichkeit für das Unternehmen dar. Der Kapitalzufluss, welchen der Leasingnehmer über die Zahlung des Marktwerts erfährt, hat vielmehr einen positiven Effekt auf die Bonität des Unternehmens.

Durch die Sale-and-lease-back-Transaktion kommt es zu einem Liquiditätszufluss. Anders als beim Darlehen kommt es so zu keiner Erhöhung der Bilanzsumme, ein negativer Einfluss auf die Eigenkapitalquote entfällt.

Durch das so verbesserte Unternehmensrating kann zudem die Kreditwürdigkeit bei Hausbanken und weiteren möglichen Geldgebern zunehmen. Dies kann eine Folgefinanzierung maßgeblich erleichtern. Die Leasingraten sind eine klare Kalkulationsgrundlage und werden als Betriebsaufwand geltend gemacht. So stellen Sale-and-lease-back-Transaktionen eine lohnenswerte Alternative zum traditionellen Kredit dar. SLB sollte in jeder ausgewogenen Finanzierungsstruktur bedacht werden.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster Working Capital Krisenzeiten In 4 Schritten Liquidität sichern

Vor 5 Jahren war das Working Capital Management noch verpönt. Doch gerade im Umgang mit der Coronakrise gilt ein Motto mehr denn je: Cash is King. Zurzeit kann keiner abschätzen, wie lange die Krise durch das Coronavirus noch andauern wird.

Doch eins ist klar: Solange Geschäfte geschlossen, Grenzen abgeschottet und Betriebswerke dicht sind, leidet das operative Geschäft eines Unternehmens. Die Einnahmen brechen weg, während viele Fixkosten, wie beispielsweise Mietkosten und Gehälter bestehen bleiben.

Im gesamten Unternehmen muss daher die Liquiditätssicherung nun oberste Priorität haben.

Worauf Unternehmer bei der Ermittlung und Sicherung des Liquiditätsbedarfs achten sollten – die wichtigsten Tipps im Überblick.

Schritt 1: Transparenz über Liquidität herstellen

Als Erstes gilt es, eine Transparenz über die im Unternehmen verfügbare Liquidität herzustellen:

Wie viel liquide Mittel sind vorhanden und in welchem Umfang gibt es fest zugesagte Kreditlinien, die kurzfristig gezogen werden können und nicht durch denkbare Brüche der Kre­dit­ver­ein­ba­run­gen bedroht sind?

Diese Zahlen sollten dann mit dem kurzfristigen Cash-Bedarf abgeglichen werden.

Diese kurzfristige Planung der Liquidität sollte sich am Zeithorizont von 13 Wochen orientieren und täglich angepasst werden. Zudem sollten Unternehmen eine mittelfristige Planung über sechs bis zwölf Monate erstellen. Viele Unternehmen können hier bereits auf eine bestehende Liquiditätsplanung aufbauen.

Schritt 2: Liquiditätsszenarien rechnen

Im zweiten Schritt sollten Unternehmen unterschiedliche Szenarien formulieren und deren Folgen für den Cashflow durchrechnen. Ausgangspunkt dafür bildet dabei immer ein Worst-Case-Szenario: Wie lange reicht das Geld, wenn die Einnahmen wegen der Corona-Epidemie komplett wegbrechen, die Ausgaben aber normal weiterlaufen? Auf dieser Vorstufe können Unternehmer dann versuchen, sich der Realität anzunähern und weiter diverse Szenarien entwerfen.

Diese Szenarien unterscheiden sich je nach Cashflow-Profil und vor allem Geschäftsmodell der Unternehmen. Als Richtmaß für die Herleitung der Szenarien sollten sich Unternehmer speziell fragen, wie sich das eigene Geschäftsumfeld entwickelt, wenn sukzessive Effekte berücksichtigt werden.

So könnte beispielsweise die vorübergehende Schließung des Werkes eines Lieferanten an anderer Stelle zu Lieferengpässen und damit zu deutlichen Geschäftseinbußen führen. Jedes Liquiditätsszenario soll dann mit einer was-wäre-dann-Fragestellung untersucht werden.

Die einzelnen Szenario-Rechnungen helfen einerseits den Cash-Bedarf in einer unsicheren Situation abzuschätzen. Andererseits können Unternehmer derart auch erkennen, an welchen Stellen Abflüsse gestoppt werden könnten. So haben z.B. etwa zahlreiche Unternehmen bereits Kurzarbeit beantragt. Viele große Unternehmen legen geplante Renovierungen auf Eis, um den Cashflow zu schonen, und diverse Konzerne schütten keine Dividende an ihre Aktionäre aus.

Schritt 3: Working Capital Management forcieren

In der Regel reicht es aber nicht aus, nur die Cash-Abflüsse zu stoppen. Deshalb sollten Unternehmen ihr Working Capital Management im Ganzen intensivieren. Dabei ist es in Krisenzeiten in jedem Fall sinnvoll, die Bestände im Umlaufvermögen stets der aktuellen Auftragslage anzupassen, sie also herunterzufahren.“

Auch dem Debitoren- und Kreditorenmanagement sollte augenblicklich größeren Aufmerksamkeit geschenkt werden. Neben den Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern über Stundungen und andere Erleichterungen, sind dies die wichtigsten Bausteine im Liquiditätsmanagement.

Zwar dürften in der derzeitigen Lage nur wenige Unternehmen gewillt sein, die Zahlungsziele ihrer Kunden zu verlängern oder ihre Lieferanten früher zu bezahlen. Schließlich trifft die Unsicherheit nahezu alle Wirtschaftszweige.

In vielen Fällen ist dennoch Spielraum für Working-Capital-Optimierungen: Sicherlich sind die Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten nicht leicht, aber es ist essenziell, sie zu führen. Zudem gibt es in einigen Branchen durchaus hohe Cash-Bestände, die nun über Lieferantenfinanzierungen zurück in den Markt gegeben werden könnten. Dazu gehören beispielsweise Online-Einzelhändler und Telekommunikationsunternehmen, deren Geschäfte von der Coronakrise zum Teil sogar profitieren konnten.

Schritt 4: Neue Finanzierungsquellen erschließen

Wenn der Liquiditätsbedarf klar ist und das interne gebundene Kapital gehoben ist, geht es im letzten Schritt darum, neue externe Quellen zu erschließen. Dazu gehören neben Bank- und Kapitalmarktfinanzierungen insbesondere das von der Bundesregierung angekündigte Sonderprogramm der staatlichen Förderbank KfW.

Dieses kann primär von Unternehmen in Anspruch genommen werden, die „krisenbedingt vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind“, laut KfW-Website. Beantragt werden müssen die Hilfen weiterhin über die Hausbank.

Möbel - Leasing

Das Möbel – Leasing für Firmen liegt aus verschiedenen Gründen aktuell voll im Trend. Unternehmen können damit ihren Kreditbedarf senken und außerdem einige Risiken auf den Leasing-Geber verlagern.

Dass die Leasing-Konzepte vor allem im gewerblichen Bereich erfolgreich sind, haben das Fahrzeug-Leasing, das Kopierer-Leasing und das Computer-Leasing bereits sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Es gab also keinen Grund, diese bewährten Prinzipien nicht auch auf Möbel anzuwenden.

Das Möbel – Leasing hat vor allem für Existenzgründer Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Händler haben das Möbel – Leasing als Geschäftsmodell entdeckt

Den Anfang machten die gewerblich tätigen Büro- und Geschäftsausstatter. Sie erkannten, dass vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen oft Finanzierungslücken klafften, die einem Kauf neuer Büromöbel im Weg standen.

Viele Büroausstatter kauften deshalb die Möbel auf eigene Rechnung und boten sie ihren Kunden zur Miete an. Dadurch war es möglich, komplette Büroeinrichtungen an Geschäftskunden zur Vermietung anzubieten.

Diese Angebote wurden gut angenommen. Das rief die Händler auf den Plan. Sie wollten sich selbst die Gewinne aus dem Möbel – Leasing sichern.

Zu den Pionieren auf dem deutschen Markt zählte sich die Otto GmbH & Co. KG. Das Versandhaus bot das Leasing für Möbel ab dem Jahr 2016 sowohl Privatkunden als auch Geschäftskunden an. IKEA kündigte (zumindest für die Schweiz) zu Jahresbeginn 2019 ein ähnliches Programm an. Allerdings ist bis heute auf der schweizerischen IKEA-Seite kein konkreter Hinweis auf das Möbel – Leasing zu finden. Dafür gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Dienstleistern, die sich genau darauf spezialisiert haben.

Büromöbel leasen: Kosten genau ausrechnen!

Ob das Möbel – Leasing am Ende teurer wird als ein Kauf, entscheidet die Mietdauer. Wir haben die Preise bei Otto etwas genauer unter die Lupe genommen. Dort zeigte sich, dass der Kaufpreis bei den meisten Modellen der Chefsessel mit den Leasing-Gebühren beim 24-Monats-Vertrag nach 30 Monaten erreicht wird. Otto reduziert den Mietpreis nach dem Ablauf von 24 Monaten auf die Hälfte. Je länger die Mietzeit ist, desto günstiger werden die Leasing-Gebühren pro Monat. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, die Laufzeit für das gewerbliche Möbel – Leasing länger als den Zeitraum des tatsächlichen Bedarfs anzusetzen. Das heißt, die Interessenten müssen stets die über die gesamte Mietdauer hinweg anfallenden Kosten für die Bewertung der Lukrativität ansetzen.

Ist das Möbel – Leasing für Existenzgründer immer attraktiv?

Startups ziehen aus den Angeboten zum Leasen der Büromöbel und der technischen Ausstattung einen ganz erheblichen Vorteil. Existenzgründer haben es besonders schwer, von den Banken Kredite für ihre Firmenausstattung zu erhalten. Fallen sie auch aus dem Kreis der Förderfähigen bei den KfW-Krediten heraus, ist das Risiko groß, dass die Existenzgründung an finanziellen Engpässen scheitert.

Für sie ist das Möbel – Leasing eine gute Alternative. Sie sind am besten mit Verträgen beraten, bei denen sie am Ende der Laufzeit der Möbelvermietung die geleaste Ausstattung zum Sonderpreis kaufen können. Solche Verträge bieten dadurch ähnliche Vorteile wie ein Mietkauf. Das Mieten der Büromöbel mit einer Kaufoption hat einen grundsätzlichen Pluspunkt. Vor dem Kauf können die Ausstattungen ausgiebig auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden. Das reduziert die Zahl und den Umfang von Fehlinvestitionen.

Leasing der Büromöbel ist für temporäre Niederlassungen ideal

Warum sollte ein Unternehmer Büroausstattungen zum vollen Preis kaufen, wenn sie nur über einen bestimmten Zeitraum hinweg notwendig sind. Das wäre verschenktes Geld. Zahlreiche Dienstleister und Händler bieten auch das Kurzzeitleasing an. Dadurch sind Ausstattungen aus der gewerblichen Möbelvermietung in nur zeitweise eingerichteten Niederlassungen und Büros deutlich preiswerter als ein Möbelkauf.

Ein gutes Beispiel dafür sind die Büros, die von den Versicherungen nach größeren Hagelschlägen, Tornados oder Überschwemmungen an den Ereignisorten einrichten. Bildungsträger profitieren vom BüroMöbel – Leasing, wenn sie ihre Schüler beispielsweise in einer eigens zu Ausbildungszecken eingerichteten Musterfirma schulen wollen. Auch Unternehmen mit lediglich saisonal betriebenen Verkaufsstellen gehören zu den typischen Kunden der Anbieter für die Vermietung von Büromöbeln.

Möbel – Leasing macht die Büroausstattung sehr flexibel

Firmen, die ihre Büroausstattung per Leasing finanzieren, genießen einen sehr entscheidenden Vorteil. Sie können ihre Büroeinrichtung dauerhaft flexibel an veränderte Bedarfslagen anpassen. Interessant ist das für alle typischen Saisongeschäfte. Oftmals richten Firmen bei der Einführung neuer Produkte zeitlich befristet Büros mit speziell geschulten Handelsvertretern im Umfeld der potenziellen Kunden ein. Für derartige Werbeaktionen sind Möbelkäufe nicht lohnenswert. Aber auch eine flexible Anpassung an die Bedürfnisse der Mitarbeiter ist mit dem BüroMöbel – Leasing möglich.

Nicht jede Führungskraft fühlt sich in einem Chefsessel aus Kunstleder oder Echtleder wohl. Der Eine liebt die Wippfunktion, während sie ein anderer Mitarbeiter nicht ausstehen kann.

Mit dem Mieten der Bürostühle können die Chefs für jeden Mitarbeiter die optimalen Arbeitsbedingungen schaffen. Besonders interessant ist das, wenn der Mitarbeiterbestand häufig wechselt.

Möbel – Leasing sorgt für eine ständig neuwertige Ausstattung

Das ist einer der Gründe, warum das Computer-Leasing von Anfang an bis heute so beliebt ist. Es gibt ständig technische Weiterentwicklungen. Nach dem Ablauf des Leasing-Zeitraums können die Kunden die Computer-Mieter die Geräte zurückgeben und sich das jeweils neueste Modell gönnen. Die Übertragung der Daten ist kein Problem, weil die Schnittstellen für SSD-Speicher und S-ATA-Festplatten einheitliche Standards verwenden.

Mit der Möbelausstattung fürs Büro ist es genauso. Gefällt der Schreibtisch oder Büroschrank nicht mehr, können die Kunden beim Ablauf des vereinbarten Leasing-Zeitraums beliebige andere Modelle wählen. Dadurch haben sie eine sich ständig erneuernde Ausstattung, die einen guten Eindruck bei den Kunden hinterlässt.

Die Reputation und Beliebtheit eines Unternehmens hängen in großem Maße vom optischen Eindruck der Außenbereiche, der Gebäude, der Mitarbeiter und der Einrichtung ab. Das Leasing der Büromöbel bietet also durchaus auch Wettbewerbsvorteile.

Was unterscheidet das Möbel – Leasing vom klassischen Mietkauf?

Beim Leasing enthalten die monatlichen Raten ausschließlich die Mietgebühren. Darin verstecken sich (logischerweise) auch die Abschreibungen der Leasing-Geber. Zum Ende der Mietzeit geht beim Möbel – Leasing das Eigentumsrecht nicht an die Nutzer über. Einige Verträge enthalten eine Klausel über ein Vorkaufsrecht, welches den Kunden eine Kaufoption zu einem bestimmten Preis garantiert. In der Regel liegen die Kaufpreise knapp über dem Buchwert der gemieteten Teile der Büroausstattung.

Beim Mietkauf zahlen die Kunden über die gesamte Mietdauer hinweg bereits einen Aufschlag. Die Mietkaufverträge enthalten Regelungen zum Eigentumsübergang am Ende der Laufzeit. Der Eigentumsübergang kann sowohl mit als auch ohne Zahlung einer Ablösesumme erfolgen. Dafür müssen die Kunden allerdings höhere Kosten pro Monat während der Laufzeit der Mietkaufverträge einplanen. Ein gutes Beispiel für solche Mietkaufverträge finden sich in Form der Handytarife mit Smartphone.

Mietkauf hat gegenüber dem Möbel – Leasing einen entscheidenden Nachteil

Ein Nachteil des Mietkaufs ist die Tatsache, dass am Ende das Eigentum an einem gebrauchten Gegenstand erworben wird, bei dem meist die Herstellergarantie bereits abgelaufen ist. Vorsicht ist vor allem bei Mietkäufen mit langer Vertragslaufzeit geboten.

Warum ist das so? – Die meisten Hersteller arbeiten inzwischen mit sogenannten Soll-Bruchstellen, auch wenn das niemand offen zugibt. Die Konsequenz ist, dass die meisten Möbel und Elektrogeräte genau dann „den Geist aufgeben“, wenn der Garantiezeitraum des Händlers oder Herstellers vorbei ist. Mit Blick auf dieses Problem bietet das Möbel – Leasing echte Vorteile. Wenn die gemieteten Möbel erste Schwachstellen aufweisen, können die Kunden auf die Ausübung der Kaufoption verzichten und stattdessen einen Anschlussvertrag über neue Büroausstattungen abschließen.

Das heißt, das Mieten der Büromöbel reduziert das Risiko von Reparaturkosten und Investitionen für Ersatzanschaffungen. Damit verbessert die Büromöbelmiete auch die langfristige Planbarkeit der Betriebsausgaben.

Leasing von Büroausstattungen hat durchaus auch steuerliche Vorteile

Viele Büromöbel fallen steuerlich nicht in die Kategorie „Geringwertiges Wirtschaftsgut“ (kurz GWG) nach dem Paragrafen 6 des Einkommenssteuergesetzes. Sie überschreiten vom Kaufpreis her die dafür geltende Grenze. Das heißt, die Anschaffungskosten können nicht sofort komplett als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Stattdessen sind lineare Abschreibungen notwendig. Dabei kommt ein konstanter Wert zum Ansatz, der sich aus dem Kaufpreis und der nominellen Nutzungsdauer ableitet.

Nach der AfA-Tabelle 2019 des Bundesfinanzministeriums beträgt die nominelle Nutzungsdauer für Büromöbel aktuell 13 Jahre.

Allerdings sorgen die Soll-Bruchstellen der Hersteller dafür, dass die Büroausstattung meistens gar nicht so lange funktionsfähig ist. Das heißt, zum Zeitpunkt einer notwendigen Ersatzanschaffung ist in der Regel noch ein Restbuchwert für nicht mehr verwendbare Ausstattungen vorhanden.

Der Buchwert der Betriebsausstattung fällt dadurch höher aus als der tatsächliche Sachwert. Dieser Fakt verfälscht die Bilanzen. Die Gebühren für das BüroMöbel – Leasing können in voller Höhe zu dem Zeitpunkt steuerlich abgesetzt werden, zu dem sie tatsächlich angefallen sind. Das vereinfacht ganz nebenher auch die steuerliche Buchhaltung und reduziert den dafür notwendigen Zeitaufwand.

Was passiert mit nicht gekauften Büromöbeln aus dem Leasing?

Der Leasing-Geber nimmt die Gegenstände aus der Möbelvermietung nach dem Ablauf des vertraglich vereinbarten Mietzeitraums zurück. Das heißt allerdings nicht, dass sie auf dem Sperrmüll landen, wenn der Kunde von seinem eingeräumten Vorkaufsrecht keinen Gebrauch macht. Mitarbeiter der Anbieter prüfen die Büroausstattungen auf ihren Zustand und ihre Funktionsfähigkeit. Sind sie für eine weitere Verwendung geeignet, werden sie als gebrauchte Büromöbel verkauft. Das geschieht über hauseigene Shops oder spezielle Auktionen.

Auch diese Vorgehensweise hat bereits Tradition. Der Ursprung im Bürobereich war das Computer-Leasing. Die Rechner durchlaufen einen Werkstattcheck, bei dem stark beanspruchte Teile (Lüfter, Festplatte, Tastatur, Touchpad) ausgetauscht werden. Anschließend kommen sie als „refurbished PC“ wieder in den Handel. Das heißt, das Möbel – Leasing unterstützt die Mentalität der „Wegwerfgesellschaft“ nicht. Stattdessen leistet es durch die Weiterverwertung einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Basel III und der Brexit werden das Interesse am Möbel – Leasing steigern

Wirtschafts- und Finanzexperten sind sich einig, dass Basel III vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu Betriebsmittelkrediten erschwert. Die Banken müssen dadurch zwangsläufig die Ansprüche an die Kreditwürdigkeit der potenziellen Kunden erhöhen.

Hinzu kommt aktuell ein anderer Fakt. Mit Ausnahme des Bauhauptgewerbes deutet sich eine Abschwächung der Konjunktur an. Dadurch sinken die Gewinnaussichten der Unternehmen. Zusätzlich müssen viele Unternehmen durch den Brexit ihre Niederlassungen aus Großbritannien nach Deutschland zurückholen oder in andere Länder verlagern. Die dafür notwendigen Aufwendungen schmälern die Gewinnprognosen ebenfalls erheblich.

Aber genau daran messen die Banken die Kreditwürdigkeit der Unternehmen. Die Konsequenz ist, dass immer weniger Unternehmen von den Banken Gewerbekredite bekommen. Sie müssen sich also andere Lösungen zur Finanzierung der benötigten Büroausstattungen suchen. Das Möbel – Leasing für Unternehmen ist dabei ein guter Ausweg, der noch dazu einige nicht zu unterschätzende Vorteile bietet.

Fazit: Lohnt sich das Möbel – Leasing für Unternehmen?

Die Antwort auf diese Frage ist ein ganz klares Ja. Eines der Hauptargumente für das Mieten der Büroeinrichtung sind die Statistiken zur durchschnittlichen Lebensdauer. Sie entsprechen längst nicht mehr den Angaben des Bundesfinanzministeriums in der AfA-Liste zur nominellen Nutzungsdauer. Viele Büromöbel überstehen gerade einmal so den Garantiezeitraum. Durch die notwendigen Ersatzanschaffungen vor dem Ende der nominellen Nutzungsdauer werden die Buchwerte und Bilanzen der Firmen teils erheblich verfälscht. Mit dem BüroMöbel – Leasing können Unternehmen das Risiko der Reparaturkosten und der Kosten von Ersatzanschaffungen auf die Leasing-Anbieter abwälzen. Zudem bringt die sofortige steuerliche Absetzbarkeit der Leasing-Gebühren als Betriebsausgaben wirtschaftliche Vorteile.

Besonders interessant ist das Mieten der Büroeinrichtung zur Deckung eines kurzfristigen Bedarfs. Dort haben die Firmen den Vorteil, dass bei zahlreichen Anbietern der minimale Leasing-Zeitraum bei sechs Monaten oder weniger startet. Für einen derart kurzfristigen Bedarf lohnt sich der Neukauf der Büroausstattung von den Möbeln bis hin zu technischen Geräten wie Kopieren und Computern nicht.

Saisonal tätige Unternehmen, die für jede Saison andere Räume anmieten, sparen die Kosten für die Einlagerung der Ausstattungen in den Zeiten der Nichtnutzung. Hinzu kommt die Tatsache, dass Unternehmen mit dem Leasen der Büromöbel die Chance auf eine ständige Anpassbarkeit und Erneuerung der Ausstattung haben.

Für Existenzgründer sind die Angebote für die Möbelvermietung besonders interessant. Sie werden von den Banken oftmals als nicht kreditwürdig eingestuft und sind deshalb in der Regel ausschließlich auf Förderkredite oder die Unterstützung von Business Angels angewiesen. Das Möbel – Leasing erspart ihnen hohe Investitionen beim Start der neuen Unternehmen. Dadurch reduziert sich die Abhängigkeit des Erfolgs von Förderkrediten, Bankkrediten und anderen potenziellen Geldgebern erheblich.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster WIE UNTERNEHMEN AUCH IN KRISENZEITEN LIQUIDITÄT BEHALTEN

Die Corona-Krise führt zu Störungen in den Lieferketten vieler Unternehmen. Kritische Komponenten im Supply Chain gehören nun auf den Prüfstand.

Einkauf und Lieferkettenmanagement sind dazu noch Frühwarnindikatoren für Krisen: Lieferengpässe in China gehörten zu den ersten Auswirkungen der Corona-Pandemie, die auch Unternehmen in Europa spürten. Mit jedem neuen Krisenherd wuchs die Zahl der Unternehmen, die mit Störungen in der Lieferkette umgehen müssen.

Lieferengpässe als erste Auswirkungen

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich (BMÖ) hat österreichische und deutsche Unternehmen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Einkauf und Supply Chain Management befragt. 63 Prozent der Unternehmen verzeichneten Ende März 2020 Störungen in der Lieferkette und eine unsichere Versorgungslage, bei elf Prozent war die Kette komplett unterbrochen. Mehr als 50 Prozent rechneten mit weiteren massiven Störungen.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster Supply Chain-Finanzierung Lieferketten

Die größten Probleme verzeichneten die Firmen im Liefermarkt Italien (64 Prozent), dem ersten europäischen Hotspot der Pandemie. An zweiter Stelle wird allerdings schon Europa in seiner Gesamtheit (34 Prozent) genannt, gefolgt von Spanien (31 Prozent). China nannte jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent). Die Auswirkungen: Bei vier von fünf befragten Unternehmen kam es zum Ende des ersten Quartals zu Lieferverzögerungen, bei jedem dritten Betrieb zu einem Lieferantenausfall. Mit Preiserhöhungen hatte ein Viertel der Unternehmen zu kämpfen.

Was hilft Lieferketten krisenfest zu machen?

Die scheinbar einfache Antwort lautet: Lagerhaltung. Aber genau das kostet Geld, das wir bis zuletzt mit der Just-in-Time-Produktion haben sparen wollen. Es wird also zwischen den Risiken abreißender Lieferketten und den Kosten der zusätzlichen Lagerhaltung abzuwägen sein.

Für einen reibungslosen Ablauf in der Lieferkette nehmen viele Unternehmen große Summen in die Hand. Während Materialien und Rohstoffe teurer geworden sind, stellt sich die Frage, woher die Liquidität kommen soll, um große Aufträge angehen zu können. 

Eine Supply Chain-Finanzierung hilft ihnen dabei, ihre Einkaufskonditionen als auch ihre Kennzahlen zu verbessernund wirkt damit einer Entwicklung entgegen, die insbesondere während und nach der Finanzkrise ab 2007 zu beobachten war: Unternehmen wälzten ihre Finanzierungskosten oft auf ihre Lieferanten ab, indem sie ihre Zahlungsfristen immer weiter ausdehnten. Für kurze Zeit erleichterte dieses das Handeln der Unternehmen. Doch viele Lieferanten gerieten unter Druck und drohten auszufallen.

Vorteile einer Supply Chain-Finanzierung für Käufer

  • Der Käufer erhält möglicherweise günstigere Zahlungsbedingungen, zum Beispiel durch die Gewährung von Skonto. 
  • Der Käufer senkt das Lieferantenausfallrisiko.
  • Der Käufer stärkt seine Beziehung zum Lieferanten, da die Bezahlung schnell und ohne Komplikationen bezahlt wird.
  • Durch längere Zahlungsziele bleibt der Käufer liquide.
  • Bereits vor dem Geschäft hat der Käufer eine bessere Verhandlungsposition, da er dem Lieferanten eine sofortige Zahlung anbieten kann.

Vorteile einer Supply Chain-Finanzierung für Lieferanten

  • Der Lieferant erhält sein Geld sofort.
  • Seine Finanzierungskosten verringern sich, da er beispielsweise nicht auf eine eingeräumte Kontoüberziehung zur Zwischenfinanzierung angewiesen ist.
  • Für ihn werden die Zahlungsströme transparenter.
  • Er kann besser planen, wie er sein Kapital einsetzt.

Nachfrage nach Supply Chain-Finanzierung steigt

Die Zahlungsströme in den Lieferketten zu optimieren, wird für immer mehr Unternehmen wichtig. Denn auch Mittelständler handeln zunehmend international – ihre Wertschöpfungsketten werden immer komplexer. Das führt dazu, dass viel Kapital gebunden ist. Mit der Supply Chain-Finanzierung bleiben sie flüssig und können das Geld anderweitig einsetzen.

Alle Details wie Unternehmen durch eine Supply Chain-Finanzierung liquide werden können, erfahren Sie im Interview von Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch .

Stärken Sie die Beziehungen zu Ihren Handelspartnern

Sicherlich wird auch helfen, mehr Lieferanten als bisher zu suchen, also durch Streuung, Dennoch lassen viele Mittelständler die Chancen durch eine Supply Chain-Finanzierung bislang ungenutzt. Ein Hindernis ist, dass sie nicht nur die eigenen Abteilungen überzeugen müssen, sondern sich auch die Zulieferer auf die neue Methode einlassen müssen.

Pecunia Flow ® kennt den wachsenden Markt. So finden wir auch für Sie einen zuverlässigen Zwischenhändler, der für Sie als Partner den nötigen Weitblick über Lieferung und Ware hat. Auch gibt es die Möglichkeit, hohe Volumina – auch im Millionenbereich – zu finanzieren. Unser Ziel ist es, Unternehmern den schnellen Zugang zu günstigen Finanzierungen zu ermöglichen. Um das zu erreichen, arbeiten wir unabhängig und beraten jeden Unternehmer individuell, um den besten Finanzierungspartner zu finden.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster WIE HÄNDLER IHR E-COMMERCE-ANGEBOT AUSBAUEN KÖNNEN

Wie wichtig der Zugang zu Finanzdienstleistungen im gewerblichen Bereich ist, hat die Corona-Pandemie gezeigt. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen waren in dieser Zeit von geschlossenen Bankfilialen und damit ausbleibenden Finanzierungsgesprächen betroffen.

Pecunia Flow Unternehmensberatung Dennis Kahl Münster DIGITALE ABWICKLUNG STATT BANKTERMIN

Die Wirtschaft im europäischen Raum ist unverändert stark. Als Grund für die Stabilität wird die allgemein gesunde Konjunktur angegeben. Diese deutet im Ganzen auf eine rundum positive Lage der Wirtschaft für weitere Gewinn bringende Investitionen hin.

Doch trotz allgemein gesunder Konjunktur stellt sich ein getrübtes Bild dar: Die aktuellen Zahlen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) belegen, dass sich insbesondere die Darlehensvergabe und –höhe für Selbständige und Personengesellschaften in Deutschland auf einem historisch tiefen Niveau befinden.

Dieses resultiert wohl aus dem starken Bewusstsein und der verfestigten Annahme politischer Unsicherheiten für die kommenden Jahre. Genannt seien hierzu vorzugsweise die wichtigen Handelspartner USA und Großbritannien. Kurzum: (a) die zurzeit unvorhersehbare Entwicklung der transatlantischen Beziehungen und (b) der Brexit.

Der Trend geht eindeutig „weg von der Hausbank“

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben zunehmend Schwierigkeiten, einen Kredit von ihrer Hausbank zu erhalten, denn die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) führt dazu, dass die typischen Banken des Mittelstandes bei der Darlehensvergabe sehr restriktiv geworden sind. Ein erhöhter Kapitalbedarf für eine Vorfinanzierung eines denkbaren Saisongeschäftes ist inzwischen nahezu nicht mehr zu realisieren.

Der Trend, dass mittelständische Unternehmen ihre Finanzierungs- und Bankensituation durchgängig zurückhaltender beurteilen als noch im Vorjahr, wird unter anderem durch die unabhängige Umfrage des Bundesverbandes freier Berater e.V. bestätigt.

Früher konnten die Filialleiter für ihren mittelständischen Kunden noch aufgrund der langjährigen Kundenbeziehung – meist richtig – entscheiden und erforderliche Kredite gewähren. Aktuelle Umfragen haben jedoch gezeigt, dass anhand der schärferen Finanzregulierung mit Basel III die Darlehen von Banken gegenwärtig nur noch 23 Prozent des Fremdkapitals ausmachen.

Alternative Finanzierung gewinnt an Bedeutung

Vor allem mittelständische Unternehmen befassen sich deswegen verstärkt mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Der aktuelle Kapitalmarkt bietet für diese deutliches Potenzial bei der Kapitalversorgung und ist zugleich im Begriff, sich unabhängig von Banken zu machen.

Ernst & Young Deutschland konstatiert in ihrer Analyse, dass mittelständische Unternehmen, die stärker alternative Finanzierungsinstrumente nutzen, deutlich schneller wachsen als Unternehmen, die sich rein über die klassische Hausbank finanzieren.

Was kleinere und mittelgroße Unternehmen (KMU) hierfür allerdings benötigen, ist ein Partner auf Augenhöhe, der Ihnen innovative und durchdachte Lösungen zur Verfügung stellt.

Finanzierungspartner auf Augenhöhe

Als interessante Alternative zum klassischen Kontokorrentkredit der Hausbanken hat sich seit einigen Jahren das so genannte Finetrading als Einkaufsfinanzierung über einen Zwischenhändler etabliert. Es ist für den Kreditnehmer realisierbar, ohne zugleich neue Sicherheiten anbieten zu müssen.

Diese bankenunabhängigen Unternehmen erwerben als alternativer Finanzdienstleister für eine „virtuelle Sekunde“ die Ware für ein einkaufendes Unternehmen und verkaufen jene unmittelbar an eben dieses Unternehmen weiter. Anstelle des ursprünglichen Lieferantenkredites von 30 Tagen gewährt der Zwischenhändler allerdings dabei ein verlängertes Zahlungsziel von bis zu maximal 120 Tagen.

Finetrading ist damit ein reines Handelsgeschäft, bei dem die verschärften Regulierungen, denen Banken durch Basel III unterliegen, nicht zum Tragen kommen und die Vorfinanzierung von Einkäufen handelbarer Waren übernimmt.

Flexibilität und unternehmerische Freiheit

Diese Form der Einkaufsfinanzierung ist damit insbesondere für Unternehmen mit schwankendem Saisongeschäft interessant. Durch das Finetrading kann ein Unternehmen die benötigte Ware vorab ordern und die Rückzahlung auf die Monate mit stärkeren Umsatzerlösen verteilen.

Neue Aufträge können somit kurzfristig und flexibel vorfinanziert werden, ohne dass zu diesem Zweck eigene liquide Mittel aufgewendet werden müssen. Demzufolge stellt das Finetrading als alternative Einkaufsfinanzierung eine flexible Lösung für mittelständische Unternehmen dar.

Ein weiterer Vorteil: Aufgrund schlanker Prozesse  können im Gegensatz zu den klassischen Hausbanken die Kreditanfragen deutlich unkomplizierter und vor allem schneller bearbeitet werden.

Einkaufsfinanzierung als Online-Lösung

Bereits jetzt kann diese Art der Einkaufsfinanzierung die Vergabe einer Kreditlinie bis hin zur kompletten Warenbestellung ausnahmslos digital abbilden und passt sich damit nicht zuletzt optimal an den Strukturwandel zum Mittelstand 4.0 an.

Über ein Online-Portal können sich z.B. Handelsunternehmen oder das produzierende Gewerbe problemlos mit wenigen Klicks registrieren lassen. Zeitraubende Kreditprüfungen – wie zum Beispiel bei der Bank – entfallen dabei komplett: Für die Bonitätsprüfung ist lediglich die Handelsregister- oder Steuernummer nötig.

Die unkomplizierte Abwicklung einer Bestellung über das Portal dauert häufig nur 5 Minuten und kann bequem aus dem Büro mit dem Smartphone gesteuert werden, ohne sich vorher für einen saisonalen Finanzierungsbedarf rechtfertigen oder sogar bereits im Vorfeld eine BWA einreichen zu müssen.

Einkaufsfinanzierung – weitaus mehr als nur eine Bankenalternative

Insbesondere für zusätzliche Aufträge, die häufig heutzutage auch noch sehr schnell abgewickelt werden müssen, ist dieser ausgereifte und papierlose Online-Prozess ein entscheidender Vorteil gegenüber einer Hausbank.

Hier greift das so genannte Pareto-Prinzip: mit 20 Prozent des Gesamtaufwandes werden 80 Prozent der Ergebnisse erreicht – minimaler Aufwand, höchster Ertrag.

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